Permalink

3

Schwerpunkt Intuition im Business: Gastbeitrag – Intuition im Business – der 7. Sinn zur intuitiven Problemlösung

Wir erleben mehr als wir begreifen!  Im Hintergrund ist etwas Numinoses, nicht Greifbares, was wir in irgendeiner Weise anders aufnehmen können. Als Menschen haben wir eine Möglichkeit der Wahrnehmung zu sehen, dass hinter dem, was wir wissen noch etwas anderes ist.“  Hans-Peter Dürr † (Quantenphysiker, Vortrag 2002 TU Clausthal)

Helga Prazak Teil 2(c) Helga Prazak

Mein aktueller Blog-Schwerpunkt „Intuition im Business“

Drei weitere Artikel sind bereits online:

  1. Intuition – neue Entscheidungskompetenz und Neuland für Führungskräfte (Teil 1)
  2. Sechs Bereiche der Intuition – Erkundungen im Neuland für Führungskräfte (Teil 2)
  3. Gastbeitrag: Helga Prazak (www.prazak.cc) – Der sechste Sinn (erster Beitrag)

Bitte empfehlen Sie diese Artikelserie „Intuition im Business und in der Führung“ in Ihren Netzwerken weiter. Danke!

Gastautorin Helga Prazak-Reisinger schreibt:

Ich habe Hans-Peter Dürr 2004 im Symposium Spirit in Business getroffen und er hat mein Denken verändert. Er meinte damals, die Quantenphysik und die Erkenntnisse der Neuen Physik sind fast 100 Jahre alt und immer noch haben wir als Gesellschaft ein Denken wie im 19. Jahrhundert, rein auf das Materielle ausgerichtet, denn wir wollen die Wirklichkeit durch Analyse und Zerteilen begreifen. Stattdessen brauchen wir eine andere Wahrnehmung und eine andere Sprache, um mehr Ganzheit zu erfahren. Seit damals bin ich auf der Suche nach dieser neuen Wahrnehmung und habe vieles ausprobiert. Ich bezeichne diese Erfahrungen als den 7. Sinn, Dinge wahrzunehmen, die ich gar nicht wissen kann.

Eine meiner ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet war im Zuge einer energetischen Behandlung: ich lege meine Hände auf ein schmerzendes Knie und fühle tief hinein. Plötzlich ist es vollkommen klar: Das Knie gehört nicht dazu und deshalb zeigen sich jetzt Schmerzen. Es möchte integriert werden. Mein logischer Verstand sagt sofort: so ein Blödsinn! Trotzdem erzähle ich das meinem Klienten und bekomme zur Antwort: ja, weiß ich, ich hatte als Kind einen Oberschenkelbruch; seitdem habe ich das Gefühl mein Knie gehört nicht ganz dazu. Es ist also möglich, ganz subtile Informationen von dem zu bekommen, was dahinter liegt. Für die Humanenergetik ist das zwar die Basis, im Business allerdings noch praktisch unbekannt.

Wäre es nicht wundervoll auch im Business viel mehr von dem Dahinterliegenden zu sehen, dem Numinosen, von dem Hans-Peter Dürr schreibt? Das, was wir erleben und nicht fassen können, was penibel durchgerechnete Businesspläne so selten wahr werden lässt? (Brand Eins Ausgabe 05/2015).

Was ist dieser 7. Sinn?

Es geht um sogenannte übersinnliche Fähigkeiten, Ideen oder Informationen, die nicht unserem Wissen entstammen oder die wir mit unseren normalen Sinnen aufnehmen. Es ist eine ganz natürliche Fähigkeit, die wir alle haben. Wir waren schon alle Meister darin, nämlich als Kinder etwa bis zu unserem 6. Lebensjahr und dann wurde diese Fähigkeit durch die einseitige Ausrichtung auf rationales Denken reduziert oder ausgeblendet. Je nach Persönlichkeitstyp und Umgebung mehr oder weniger. Die Frage ist also nicht, warum Menschen an Übersinnliches glauben, sondern eher, warum manche den Prozess willentlich unterdrücken können. „Erworbene Rationalisierungskompetenz“ nennen Psychologen diese Fähigkeit. (Eckart von Hirschhausen, Zeitschrift Gehirn & Geist 3/214 S. 15) . Das bedeutet aber auch, dass wir diese Fähigkeit der Wahrnehmung jederzeit wieder aktivieren können.

Heinz Peter Wallner beschreibt den 7. Sinn  als Stimme unseres höheren Selbst – Eine Information aus der spirituellen Welt, ein Zeichen, eine Eingabe, eine plötzliche innere Klarheit, eine leise Stimme, diese Form der Intuition kann viele Formen annehmen. (Teil II). Diese außersinnlichen Wahrnehmungen werden meist als Hellsichtigkeit bezeichnet, wobei damit auch Hellhören, Hellfühlen oder Hellwissen, Remote Viewing oder Fernwahrnehmung gemeint sind. Für all diese Phänomene gibt es, abgesehen von jahrhundertelangen Praktiken, Unmengen moderner Studien und experimentelle Beweise. Der beste Beweis ist allerdings die eigene Erfahrung.

In meiner Arbeit mit dem 7. Sinn geht es nicht um Ahnungen bzw. Präkognition, nicht um das Voraussagen der Zukunft. Es geht ausschließlich darum den Zugang zu aktuellen Zusammenhängen und möglichen Einflussfaktoren für anstehende Probleme und Entscheidungen im Businessalltag zu finden; die Geschichte hinter dem Problem, statt den vordergründigen Details.

Informationen im kollektiven Feld suchen

Es gibt inzwischen viele Theorien, dass Information in einer Art kollektivem Feld (G.C. Jung) oder morphischen Feldern (R. Sheldrake) gespeichert ist, zu dem jeder Zugang hat. Der Biophysiker Ulrich Warnke beschreibt die Ebenen unserer Wahrnehmung einerseits als Alltagswelt, die wir mit unseren Sinnen erfassen und andererseits als Interwelt, einem gigantischen Weltgedächtnis und drittens als Einheitswelt, dem Meer aller Möglichkeiten. Der Informationsaustausch zwischen Alltagswelt und Interwelt entsteht durch Resonanz mit Ideen, Träumen, Erinnerungen, die gar nicht zu unseren persönlichen Erinnerungen gehören, wobei Entfernung und Zeit vollkommen bedeutungslos sind. Die Erfahrungen in der Einheitswelt entstehen nur in absoluter Ruhe. Alles, was jemals entstanden ist, hat hier seine Quelle (Ulrich Warnke: Quantenphilosophie und Interwelt). Ein tiefer meditativer Zustand bewirkt, dass der Filter und die Zensoren unseres Verstandes ausgeschaltet werden und wir daher Zugang zu diesen Informationen erhalten.

In meinem Verständnis besitzt jedes Unternehmen, jedes Projekt, jedes Team ein eigenes Feld, in dem die Summe aller Ideen und Möglichkeiten gespeichert sind. Wenn man sich mit diesem Feld verbindet ist es möglich, daraus Informationen für aktuelle Probleme zu bekommen, solange man absolut offen und ohne Erwartungshaltung ist. Denn das Ziel ist Informationen zu bekommen, die weit über dem eigenen Denkrahmen liegen.

Es ist wie Radiohören. In tiefer Entspannung wählt man das Feld, aus dem man Informationen möchte. Man stellt quasi den Sender, also die Frequenz ein, die man hören möchte, indem man sich intensiv mit dem Feld eines Unternehmens oder Projekts verbindet. Dann wartet man ab, was kommt. Das wichtigste dabei ist, vollkommen unvoreingenommen zu sein und dem ersten Impuls zu folgen. Das größte Hindernis ist unser wacher Verstand, der gerne diese Impulse bewertet oder ungeduldig wird.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind unendlich groß

Die Anwendung des 7. Sinns im Business ist unendlich vielfältig. Ich möchte hier drei Beispiele beschreiben, die das Potenzial derartiger Business-Readings (so bezeichne ich meine Methode der Informationsabfrage im kollektiven Feld) aufzeigen.

Kurz vor einem Kick-Off Meeting für ein Projekt nehme ich mir die Zeit um zu fühlen, ob alle Partner 100% kongruent sind mit dem, was wir hier vorhaben, beziehungsweise ob es noch irgendwelche dahinterliegenden Themen gibt, die wir bisher rational nicht berücksichtigt haben. Ich wählte dazu eine Methode, bei der ich in Meditation eine Zeichnung anfertige, die das Feld des Projektes darstellt. Ich zeichne alles, was mir dazu einfällt. Welche Farbe hat das Feld, welche Form, gibt es Plätze, die nicht homogen sind, welches Thema symbolisieren diese? Ich zeichne die Partner ein, schaue mir ihre Beziehung zueinander an und lasse intuitiv mögliche Themen erscheinen, die wir noch nicht berücksichtigt haben. Im Zuge dessen sehe ich, dass ein Partner halb im Feld des Projektes steht und halb außerhalb. Wie sich zwei Wochen später herausstellte, war genau zu diesem Zeitpunkt die Haltung dieser Firma gespalten und einige Entscheidungsträger überlegten den Austritt. Es gab rational keinerlei Anzeichen dafür! Mit dieser Information konnte ich energetisch und persönlich das Thema aufgreifen und eine Lösung einleiten. Heute sind wir ein großartiges Team.

Die Sprache des 7. Sinns ist häufig geprägt durch Symbole. Ich arbeite gerne mit Krafttieren, da sie auf unglaublich klare Art und Weise die Energie darstellen, die im Spiel sind. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Es ging um eine Vertragsverhandlung über neue Preis- und Lieferbedingungen. Die bisherigen Gespräche waren negativ verlaufen und meine Kollegin neu im Geschäft. Wir kannten beide den Verhandlungspartner nicht. Im Business-Reading hatte sie es symbolisch mit der Kraft eines Elefanten zu tun, während sie selber die Kraft eines Wiesels hatte. Kein ausgewogenes Verhältnis! Abseits aller strategischen und taktischen Vorbereitungen war es für sie notwendig, die Kraft ihres Gegenübers anzuerkennen. Ein auf Konfrontation ausgerichtetes Vorgehen konnte keinen Erfolg bringen. Ihre Chance lag darin auch die kleinsten Möglichkeiten aufzugreifen. Und genau so war es dann auch, sie hat diesen Deal positiv abschließen können.

Wirklich faszinierend wird es dann, wenn im Business-Reading Informationen aus historischen Vorkommnissen auftauchen, die bis heute einen Einfluss haben. Es ging um ein Bauprojekt, das in immer neue unvorhergesehene, gravierende Probleme schlitterte (Lieferverzögerungen, Maschinenbruch, Reparaturen, etc.), weit mehr, als das üblicherweise der Fall ist. Mein Business-Reading hat ergeben, dass der Ort, wo die Anlage gebaut werden soll, historisch enorm belastet ist. Heute eine agrarische Gegend, haben sich über Jahrhunderte dort Schlachten und Kämpfe abgespielt. In unserem linearen Denken glauben wir, dass das, was vorbei ist, keinen Einfluss mehr auf uns hat, aber in einem Raum-Zeit-Kontinuum ist dies alles immer präsent. Denn, wie Hans-Peter Dürr sagt: wir erleben mehr als wir begreifen! Meine nachträglichen Internetrecherchen haben genau das bestätigt, was das Reading ergab. Um auf so einem Ort ein gutes Business aufzubauen, braucht es mehr als nur einen guten Businessplan und professionelles Projektmanagement. Es braucht insbesondere die liebevolle Auseinandersetzung und energetische Heilung der Geschichte. Das ist mit energetischen Techniken möglich. Die Situation im Projekt hat sich danach entspannt und heute ist es erfolgreich.

Methoden und Wege ins Neuland

Niemand kennt den Mechanismus genau, der uns den Weg in die Interwelt, die Felder, in denen wir Information suchen, erreichen können. Aber es beginnt damit, dass wir uns die Existenz bewusst machen und langsam mehr und mehr Erfahrung damit machen. Alles, was ich im ersten Teil meines Blogs, der 6. Sinn, geschrieben habe über Ruhe, Tiefenentspannung, Vertrauen etc. ist hier ebenso die Basis. Als Methoden für die Anwendung vom 7. Sinn kann ich sowohl Aufstellungen empfehlen als auch die oben beschriebene Zeichentechnik, gemeinsame Meditationen oder den Ruhe-Inspirationszyklus von Paul Wilson (Das große Buch der Ruhe), den ich für besonders praktikabel halte. Man beginnt mit einer klaren Intention, der Ausrichtung auf das gewünschte Ergebnis. Aber Achtung: das Ergebnis ist nicht der persönliche EGO-Gewinn, der Sieg, sondern das Bestmögliche für die gemeinsame Entwicklung. Denn in der Interwelt sind wir alle mit allem verbunden! Mit dieser Ausrichtung geht es in eine absichtslose Meditation z.B. 20 Minuten Ruheatmung, an deren Ende man alle Antworten aufnimmt, die sich zeigen. Danach folgt eine bewusste, rationale Bewertung aus der man klare Maßnahmen ableitet, die wiederum mit dem Körpergefühl bewertet werden, ob sie sich gut und richtig anspüren. So können wir all unsere Sinne verbinden.

Im Alltag noch nicht angekommen

Viele der Eigenschaften, die man für den 7. Sinn braucht, sind heute von uns als Führungskräften eigentlich nicht gefragt. Es beginnt damit, aus der Hektik auszubrechen, sich Raum & Ruhe zu geben und keine Erwartungen vorzugeben. In den letzten 25 Jahren meiner Tätigkeit waren zielorientiertes Handeln, Zeitmanagement und klares, präzises Abarbeiten von Prozessen angesagt. Zudem habe ich beobachtet, dass Ausrichtung auf den eigenen Vorteil statt Gemeinwohl ebenfalls weit verbreitet ist. Häufig fällt es uns auch schwer, Information ohne Erwartung zuzulassen und zu akzeptieren, was kommt, auch wenn wir nicht damit gerechnet haben! Wie bereits erwähnt, bedient sich die Kommunikation mit dem Unbewussten sich sehr häufig einer symbolhaften Sprache. Ein Bild, ein Symbol drückt viel schneller und leichter aus worum es geht als Worte. Die Kunst besteht dann darin, dies gut und für eine klare Umsetzung zu interpretieren. Noch eine Stufe schwieriger ist es, nach Informationen des 7. Sinns zu handeln. Stellen sie sich eine Führungskraft vor, die sich heute traut ihrer Intuition entsprechend kostenrelevante Entscheidungen zu treffen, die unmittelbar rational nicht zu begründen sind! Das erfordert wirklich Mut! Und Vertrauen! Und ein Arbeitsklima, in dem so etwas erlaubt ist und wertgeschätzt wird.

Aus eigener Erfahrung bin ich inzwischen vollkommen davon überzeugt, dass wir uns viele langwierige Wege und bürokratischen Prozesse ersparen könnten, wenn wir zwischendurch mehr Techniken für den 7. Sinn im Business einsetzen.

Wir stehen erst am Anfang der Möglichkeiten

Die Möglichkeiten sind enorm. Bisher sind mir allerdings nur ganz wenige Beispiele bekannt, wo diese intuitiven Techniken zur Problemlösung und für Entscheidungen eingesetzt werden. Im Gegenteil, Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts! Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Umso mehr glaube ich daran, dass Intuition und Zugänge, die ich hier gezeigt habe, eine Möglichkeit sind, mehr Menschlichkeit, Gemeinsamkeit und Liebe in unseren Business-Alltag zu bringen. Ebenso, bin ich davon überzeugt, dass wir dadurch Erfahrungen machen können, die Computer und Automatisierung niemals ersetzen werden. Ich wünsche mir, dass Sie es ausprobieren und Erfahrung damit machen und dass es Ihnen hilft, leichter, spielerischer und erfolgreicher den Alltag zu gestalten.

Herzlich,

Ihre Helga Pražak-Reisinger, Prazak Performances

Folge Heinz Peters Pinnwand „Calendarien – Entwicklingslandkarten für Menschen – Landkarten im Kopf“ auf Pinterest.

 

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 5 Sterne aus 4 Meinungen

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestBuffer this pageEmail this to someone

Autor: Heinz Peter Wallner

Dr. Heinz Peter Wallner: Führungskräftetrainer, Management-Ratgeber, Buchautor und Vortragender mit 20 Jahren Erfahrung. Führungskräfte stehen heute vor ganz neuen Herausforderungen, die eine hoch komplexe, extrem dichte Arbeitswelt mit sich bringt. Viele sind an ihrer Belastungsgrenze angekommen und dennoch bleiben viele Probleme ungelöst. Das liegt daran, dass herkömmliche Führungs- und Managementkompetenzen nicht mehr ausreichen. Es braucht Kompetenzen für den Umgang mit hoher Komplexität. Das ist ein neues Terrain für Führungskräfte auf allen Ebenen des Managements. Wählen Sie aus meinen speziellen Trainingsangeboten in den Bereichen Leadership, Self Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen aus. Gemeinsam stellen wir das passende Führungskräftetraining und ein erfahrenes Team zusammen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Wallner und Schauer GmbH Hauptstraße 23/1/24 A-8301 Laßnitzhöhe Austria

3 Kommentare

  1. Es war Intuition, zwei derartige Vordenker in den B.A.U.M.Vorstand zu bitten…

    Mögen Eure Gedanken und Erkenntnisse B.A.U.M.members&friends erfreuen und beseelen!

    Walter mit neuer emailAdresse

  2. Danke für die ansprechende VER-Wortung und ganzheitliche Darstellung. Bei der praktischen Umsetzung und Transformation bin ich gern dabei. Spannende Themen und Teamwork dank Intuition, Integrität. Viel Erfolg wünscht uns allen ….

  3. Danke für die netten und unterstützenden Kommentare! Wir werden uns mit dem Thema Intuition noch weiter beschäftigen. Ebenso alles Gute und liebe Grüße,
    Heinz Peter Wallner

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.