Home Blogartikel In 80 Tagen eine neue Welt? Und die Grenzen der Entwicklung wieder spüren.

In 80 Tagen eine neue Welt? Und die Grenzen der Entwicklung wieder spüren.

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In 80 Tagen eine neue Welt? Und die Grenzen der Entwicklung wieder spüren.

by Heinz Peter Wallner

Allen Formen von Spiritualität ist gemeinsam, dass sie versuchen, die Entropie im Bewusstsein zu verringern (M.Csikszentmihalyi)

Hier können Sie das neue Video „train the eight“ – Madame Di Men Sion und Ihre vier Orakel ansehen!

Der Ballon der Madame Di Men Sion

Der Ballon der Madame Di Men Sion

Von unserem Haus am Land habe ich eine gute Aussicht über die Hügellandschaften der Oststeiermark. Da kann ich sie immer wieder sehen, wie sie sich majestätisch, langsam und sanft in die Lüfte erheben und wie durch Zauberhand gehalten dahinschweben – die Heißluftballons. Sie begeistern mich, wenn auch nur aus der Ferne betrachtet. Sie bringen Erinnerungen aus alten Filmen hervor und lassen hautnah die Stimmung von „In 80 Tagen um die Welt“ aufkommen. Heute sind es die Heißluftballons, die mich einen Faden aufnehmen lassen, der mich wieder zurück zu meinem begehrten Thema der persönlichen Entwicklung führen wird.

Wie wäre es mit dem Programm: In 80 Tagen eine neue Welt? Eine neue persönliche Welt, meine ich. Wenn wir alle Kräfte bündeln, alle Weisheiten der Welt aufschnupfen und an uns selbst glauben, wird es gelingen. Mit „train the eight®“ möchte ich demnächst ein 80 Tage Programm skizzieren, das jedem Menschen die Chance gibt, eine neue Welt zu begründen, zumindest aber die eigene Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen, sodass sie nicht wieder zu erkennen sein wird. Zuvor aber will ich noch lernen und üben – an mir selbst natürlich.


Heureka! Ohne Plateauphasen wird es nicht gehen…

„Es wird dann unzählige Durchläufe brauchen und die Plateauphasen werden bis zur vollkommenen Erschöpfung, in Desillusionierung, Verzweiflung und „Tage der finstersten Nacht“ führen“ (Der Heureka Prozess). Wie lange die Entwicklung auch immer dauern wird, oder ob es je ein Oben gibt, das mit einem Ende vergleichbar ist, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen. Ich bin irgendwo mitten drinnen. Eines aber kann ich sagen, egal ob es 80 oder 800 Tage oder gar 80 Jahre sind, die Entwicklung wird nicht stetig verlaufen. Niemand wird durch stetes Üben alleine einen steten Aufstieg schaffen. Es ist ein Auf- und Ab, ein langsames Aufsteigen und ein unverschämt schnelles Zurückkippen in die Niederungen der Welt. Am Boden der Realität angekommen stellen wir uns die Frage: Waren wir wirklich je oben? Und wenn schon, was nützt es uns im hier und jetzt, so ganz unten?

Und da kommt das Bild des Heißluftballons wieder ins Spiel. Ein solcher Ballon und seine Besatzung unterliegen einer Kraft, die manche für Täuschung halten, die meisten aber widerstandslos anerkennen. Es ist die Schwerkraft, die dem Aufstieg entgegenwirkt und nur durch ständige Energiezufuhr zu überwinden ist. Die Luft will erhitzt werden und dafür ist der Gasbrenner mit Gas zu befeuern. Ganz einfach. Im beschränkten Raum gibt es nur beschränkte Energiereserven und so schön der Flug auch sein mag, wie viel Thermik uns auch oben halten will, es ist nur eine Frage der Zeit (sofern wir sie nicht auch für Täuschung halten). Irgendwann beginnt der Abstieg.

Willst Du aufsteigen, so ist die Entropie Dein Berg

Will der Mensch aufsteigen zu einem neuen Oben, sich persönlich weiter entwickeln, so gibt es eine andere Art Kraft, die viele Ähnlichkeiten mit der Schwerkraft hat. Es ist aus meiner Sicht die Entropie, die unserem Aufstieg etwas entgegen hält. Genau genommen ist es keine Kraft im physikalischen Sinne. Eher eine Art Gegenbewegung, die immer nach unten zeigt und merkbar zu wirken beginnt, wenn wir die Anstrengung des Aufstiegs auf uns nehmen. Wie die Schwerkraft immer wirkt, so wirkt die Entropie auch, wenn wir uns eine Pause gönnen und einfach auf der Stelle ausharren wollen. Wenn wir in unsere Entwicklung aktiv keine Energie investieren, so sorgt die Entropie dafür, dass wir langsam weiter abbauen. Unser „hohes Bewusstsein“ senkt sich langsam, taucht unter die Schwelle des erwachten Denkens ab und möchte sich am liebsten vor dem Fernseher zum letzten Seufzer niederlegen. Käme da nicht aus dem tiefsten Inneren ein leiser Ruf, der immer lauter wird und uns neuerdings erwachen lässt. Gerne kommen wir der inneren Aufforderung nach und investieren erneut Energie in unsere Entwicklung. Der wiederholte Aufstieg geht leichter, schneller, klarer, aber er geht nicht ohne Energieeinsatz.

Rückkehr wider Willen

Wie sehr wir uns auch anstrengen, welche tollen Fortschritte wir auch immer machen, die Weiterentwicklung geht nicht ohne Rückkehr zum Ausgangspunkt. Wir kommen immer wieder an die gleichen Punkte, erleben die gleichen Probleme erneut, obwohl wir doch schon darüber hinaus gekommen sind. Es ist ein Schwingen im Rhythmus des Lebens, ein heftiges Auf- und Ab, dem nur eine sanfte Aufwärtsentwicklung unterlegt scheint. Kaum merkbar geht es nach oben. Spüren aber können wir die sich wiederholende Rückkehr „beinahe“ zum Ausgangspunkt. Das lässt uns leiden und das Plateau zur unerträglichen Erfahrung machen. Es scheint, dass wir diese Phasen der Ernüchterung für unsere Entwicklung brauchen. Jeder kreativ schaffende Mensch kennt die depressiven Phasen, die lieblich Künstlerpausen genannt werden. Aber auch alle anderen, die sich zu einem schöpferischen Entwicklungsprozess aufmachen, werden die Plateauphasen kennen lernen. Je höher wir zuvor aufgestiegen sind, desto dunkler werden die anschließenden Nächte.

Die treibende Energie ist die Übung

Wenn wir in unserer Entwicklung wieder bei einem bekannten alten Muster angelangt sind, dessen Auflösung wir schon hinter uns hatten, dann ist das Problem nicht das alte Muster. Obwohl es uns gefangen nimmt, kurz entkommen lässt und wieder einfängt, gibt es ein Entkommen. Der Ausweg heißt Übung, heißt Wiederholung. Nur die Konsequenz lässt die Energien sprudeln, die uns die  Kämpfe gegen die Entropie wieder aufnehmen und ein Stück weit gewinnen lassen. Sieger sein am Ende des Tages, sich demütig der dunklen Nacht ergeben und am nächsten Tag erneut den Aufstieg wagen.

•       Nicht alte Muster hindern uns an der Weiterentwicklung. Die neuen Muster bleiben ohne Übung zu schwach, um uns nach oben zu bringen.

•       Wiederholung ist auch auf hoher Ebene das Zauberwort.

Der Mantel aus zähem Honig, den die Entropie als dämpfende Schicht über uns breitet wird nur durch Bewegung dünnflüssig. Wo immer wir auch sind, der Weg bleibt auf ewig anstrengend, aber gerade deshalb schmeckt jeder kleine Erfolg so süß.

So, ich habe jetzt wieder mehr Lust, meine Übungen aufzunehmen. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich. Das wäre mir eine Freude.

Die Welt der Madame Di Men Sion

Die Welt der Madame Di Men Sion

Sie hat es immer schon gewusst

Madame Di Men Sion weiß sehr viel, sehr früh. Sie hat es vorweggenommen und schon in ihren Briefen an Fen O’Men und Cooper den Heißluftballon gezeichnet. Ich hätte alles schon früher wissen können, schon früher verstehen können, schon früher wieder vergessen können. Aber so lande ich erst jetzt hier im Jetzt und weiß genau, dass es sich um eine zeitliche Punktlandung handelt.

Madame Di Men Sion finden Sie auf Facebook und ab und zu auf Twitter, versteckt hinter dem Zeichen der liegenden Acht (@trainthe8).

Mich finden Sie ebenso auf Twitter (@hpwallner). Gehen Sie mit mir durch alle Höhen und Tiefen des Twitterlebens. Jeder Tweet zählt, es sind Gedanken, es ist Energie.

Herzlich,

Ihr Heinz Peter Wallner

„train the eight“

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Die Vorgeschichte mit einigen Tweets unzusammenhängend erzählt:

@hpwallner Ist Entropie überwindbar? Gute Frage … wohl ähnlich wie die Frage nach der Zeit. Im Augenblick des Lebens sind Entropie und Zeit irrelevant, oder?

@joville Somit sind wir am Kern angekommen, die Entropie hat somit eine Spiegelfunktion. Sie zeigt die in uns steckende Bewertung auf.

@hpwallner Die Überwindung der Kräfte der Entropie ist unsere Lebensaufgabe, wie ein Schwimmen gegen den Strom.

@joville Ob die Entropie komplett überwindbar ist? Oder sie ist einfach nur der Motor des Lebendigen?

@joville Die jeweilige Sichtweise auf die Entropie ist der Auftrieb der Menschheit, denke ich. 🙂

@joville Radikaler Gedanke: Entropie ist für mich irgendwie ein Indikator für das momentane Bewusstsein der Gesellschaft im großen Ganzen.

@hpwallner Nachhaltigkeit ist die Alternative zum blindwütigen Formenschaffen. Formen sollten dem Leben dienen  #NegEntropie

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Interesse an der Entropie? Hier zwei Videos auf Youtube:

Entropie – ScienceSlam Finale – Von Kühltürmen und der Unumkehrbarkeit der Dinge

http://www.youtube.com/watch?v=z64PJwXy–8&feature=share

Alpha Centauri – Staffel 3 Episode 152: Was ist Entropie? Teil 1 von 2

http://www.youtube.com/watch?v=VeaBMcktV2s


Dr. Heinz Peter Wallner Learning to change! Dem Wandel begegnen, Komplexität meistern, auf höhere Ebenen kommen! Führungskräftetrainer, Organisationsentwickler, Buchautor, Vortragender, mit 20 Jahren Berufserfahrung. Leadership, Self -Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Büro: Schönborngasse 4/5, 1080 Wien, Österreich Mobil: +43-664-8277375 Office: +43-664-8277376 Mail: wallner [at] trainthe8.com Office: office [at] trainthe8.com

2 Kommentare

  1. der gegenpol der entropie ist die homöostase, sie aufrecht zu erhalten, ist die lebenslange aufgabe. das leben endet, wenn die kraft zur erhaltung erlischt, oder die wahrnehmung unscharf wird.

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