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intuitive Entscheidung

Intuition als Entscheidungskompetenz:

Der Bereich der intuitiven Problemlösung
Heureka! Jetzt sind wir mitten drinnen. Der Bereich der intuitiven Problemlösung wird für uns immer wichtiger. Warum? Weil sich unsere Welt sehr rasch verändert und wir mit immer intensiveren und schnelleren Veränderungsprozessen konfrontiert werden. Wir werden damit vor immer komplexere Entscheidungssituationen gestellt, für die unser rationaler Geist mit all den theoretischen Entscheidungsmodellen nicht mehr ausreicht. Wir haben nämlich niemals alle Informationen, um unsere Modelle zu füttern und Berechnungen anzustellen und wir haben nicht alle Zeit der Welt dafür. Über den intuitiven Entscheidungsprozess, ich nenne ihn intuitives Prozessieren oderden iterativen Dialog, habe ich gemeinsam mit Kurt Völkl ein eigenes Buch mit dem Titel „Das innere Spiel. Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen“, verfasst.

Hier geht um die persönliche Selbstverwirklichung und um die Frage, welche Rolle der intuitive Entscheidungsprozess dabei spielen kann. Ausgangspunkt ist eine wichtige Frage, die wir uns stellen. Es gibt so viel unter der Sonne, was wir gerne wissen möchten – Fragen, auf die wir liebend gerne eine Antwort hätten. Wie aber stellen sie sich ein? Wie kommt eine Antwort in unseren Geist? Natürlich meine ich hier nicht die alltäglichen Fragen, mit denen wir Google bemühen und ausreizen. Mir geht es um die Fragen zur Welt und des Lebens, die etwas Schöpferisches in sich haben, deren Antworten einem erweiterten Wissensraum, vielleicht einem kollektiven Intelligenzfeld entspringen. Die offene Frage dabei: Wie können wir zu diesem Feld Zugang finden? Den intuitiven Problemlösungsprozesses können wir einen Heureka!-Prozess nennen (ein Artikel dazu: Der Heureka! Prozess in der liegenden Acht).

Einen wichtigen Aspekt der intuitiven Problemlösung möchte ich noch erwähnen. Ein Mensch, der über eine langjährige Erfahrung in einem Bereich, etwa in einer bestimmten Branche hat, verfügt auch über ein sehr gutes und intuitiv zugängliches Körperwissen. Wenn ein solcher Mensch eine wichtige Entscheidung in einer komplexen Situation treffen muss, dann ist meist seine Intuition besser als alles rationale Denken. Das Problem ist aber, dass dieses Wissen intuitiv und damit per Definition nicht rational begründbar ist. Der Prozess der Entscheidungsfindung ist aber ident mit dem beschriebenen Heureka! Prozess. Beim intuitiven Prozessieren ist die Ruhephase wichtig, die einer Plateauphase entspricht. Es ist eine Zeit, vielleicht ein oder zwei Tage lang, in der wir die Sache ruhen lassen und nicht darüber nachdenken. Dann treffen wir die Entscheidung schnell, ohne nachzudenken und daher intuitiv. Das sind dann nachweislich besonders gute Entscheidungen.