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Persönliche Entwicklung als Führungskraft

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Persönliche Entwicklung als Führungskraft

by Heinz Peter Wallner

Hindernisse sind nicht allmächtig. Das essentielle Wissen hinter dem Wissen der persönlichen Entwicklung als Führungskraft

Für die, die den Glauben an die Allmacht der Hindernisse verloren haben, ist das Bisherige das Basislager für den nächsten Aufbruch. Von da an ist der akrobatische Weg allein noch offen.  …  Das Dasein des Menschen von morgen soll ganz auf Übung und Beweglichkeit gegründet sein, einschließlich der Willensgymnastik und der Mutproben für die eigenen Kräfte“ (Peter Sloterdijk reflektiert Nietzsche, in: Du musst Dein Leben ändern, Seite 194)

Ganzheitlich“ als Begriff verwende ich sehr häufig auf meinem Blog. Heute aber möchte ich einen weiteren Ausflug in „ganzheitliche Denkwelten“ machen. Wenn Ihnen die rationale Denkmütze gerade eben auch zu eng geworden ist, lade ich Sie herzlich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten. Alles dreht sich um die ganzheitliche Entwicklung als Mensch und als Führungskraft, um ganzheitliche Selbstführung, um Willenskraft und um andere Energien des Lebens.

Veränderung durch Widersprüche

Für uns Menschen ist die persönliche Entwicklung von jeher ein wichtiges Thema. Seit Jakobs Traum von der Himmelsleiter (I.Buch Moses), einer Treppe zwischen Himmel und Erde, auf der die Engel auf und nieder steigen, gibt es eine menschliche Bindung an die vertikalen Kräfte. Auch wenn all unsere Bemühungen um Entwicklung am Ende immer irdisch bleiben, so erweitern wir doch den Raum unseres Lebens – unseren Weltenraum – immer weiter. Dennoch stehen wir unter Druck – oder sollten wir besser sagen, wir spüren einen Zug von oben? Jedenfalls sind wir auf ewig zum Üben verdammt, weil uns die irdischen Energien und Kräfte daran hindern, mit den Anstrengungen aufzuhören. Wer aufhört zu üben, bleibt nicht etwa nur stehen, sondern fällt immer tiefer runter, verliert den Bezug zum bereits Erlernten, verlernt und vergisst wieder. Treppe für Treppe geht es abwärts, wenn wir unser Training beenden, weil wir bereits erste Erfolge eingefahren haben und meinen, es könne so bleiben.  Da scheint es jemand einmal ganz schön ernst genommen zu haben, mit seiner Drohung:  Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.

 

Michael Lukas Leopold Willmann 001
Bildrechte: Michael Willmann [Public domain], via Wikimedia Commons
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Wenn Träume wahr werden

Wenn ich die Entwicklung in Unternehmen heute ansehe, so scheint es, als wäre Jakobs Traum von der Himmelsleiter in den Alltag der Führungskräfte (und Mitarbeiter/innen) übersetzt worden. Die Entwicklungsprogramme für Führungskräfte sind eine wirkliche Herausforderung. Niemals hat ein Mensch ausgelernt, im Gegenteil, die Übungen gehen weiter, die Sphären der Vollzüge als Führungskraft werden immer weiter und ganzheitlicher. Die rasende Zeit, die Komplexität der Entwicklungen und die substanziellen Veränderungen bringen immer neue Themen und Herausforderungen mit sich. So gesehen scheint es wirklich schwieriger zu werden, ja fast unmöglich, alle Entwicklungen mitzumachen und am Puls der Zeit zu bleiben. Vielleicht aber war die Himmelsleiter doch nur ein Traum Jakobs und wir nehmen das alles heute noch viel zu ernst? Kann es etwa sein, dass wir hinter all den Entwicklungsmöglichkeiten und all den Tools, die uns dazu angeboten werden, übersehen, worum es wirklich geht? Ist der Know-how-Träger und Hoch-Trainierte besser für das Leben gerüstet, als der andere? Wenn der andere ein Unwissender ist und ein Untrainierter dazu, dann scheint mir die Sache vollkommen klar zu sein. Er wird auf allen Ebenen unterliegen. Vielleicht aber sieht es anders aus, wenn der Know-how-Träger einem „Wissenden“ im ganzheitlichen Sinne gegenüber steht. Gibt es vielleicht ein wirklich einfaches, aber gerade deshalb essentielles Wissen über das Leben, das uns hilft eine gute Entwicklung – eben auch als Führungskraft – zu nehmen?

Zum Sein und zum ganzheitlichen Wissen hier ein kurzes Video: „Sei still, wisse, ich bin Gott

Evidenz des Essentiellen

Eine Beobachtung, die ich mit vielen Menschen teile, ist folgende: Es gibt Menschen, die keine Seminare auslassen, die regelmässig Magazine lesen, Sachbücher verschlingen und ihre Sache als Führungskräfte wirklich sehr ernst nehmen (das gilt natürlich für alle Menschen, die an ihrer persönlichen Entwicklung hart arbeiten). Immer sind sie am Puls der Zeit, immer hart kämpfend, mit sich selbst, mit den anderen Menschen, mit den Herausforderungen, immer üben sie mit großer Konsequenz, steigen die Leiter der Managementkunst steil empor. Und dann gibt es Menschen, die Ihre Sache als Führungskräfte mit Ihrem „einfachen Wissen“ über das Leben angehen, Weiterbildung nur als Ergänzung verstehen und zu konkrete Tools oft als unnötigen Ballast erleben. Und siehe da, nicht selten sind die Zweiteren die beliebteren, die Menschen, denen Leadership nachgesagt wird und die mit Hingabe und Empathie führen. Wie kann das sein? Ich sehe hierin eine gewisse Evidenz dafür, dass es ein essentielles Wissen gibt, ein Wissen hinter dem traditionellen Führungswissen, das Führungskräften Kraft und Wirkung gibt.

Führungsknow-how ist ein Wissen über die Prozesse der Führungsarbeit, ein Managementwissen, ein Wissen-wie, und ein solches muss wirklich ernsthaft erlernt werden. Hier führt an der Übung also kein Weg vorbei. Aber auch das Wissen über das Leben ist naturgemäß ein Wissen über Führung von Menschen, ein Wissen über den Sinn und über Prinzipien, ein Wissen, das nirgendwo anders hin führt, als zu mir selbst. Auch dieses Wissen will erlernt werden, aber es ist vielmehr mit einem Erfahrungswissen verbunden und kann nicht so einfach in üblichen Führungsseminaren abgeholt werden. Es ist ein ganzheitliches Wissen über Entwicklung und das Menschsein. In ihm finden wir die Kraft und die Energie, mit uns selbst und mit anderen Menschen einen guten und entwicklungsorientierten Umgang zu finden. In solchen Prinzipien erkenne ich das Essentielle, das Menschen ohne große (sichtbare) Anstrengung wirkungsvoll werden lässt. Gelingt es uns, beide Wissensebenen miteinander zu verbinden, spreche ich von ganzheitlichem Führungswissen. Solcherart agierende Führungskräfte machen einen Unterschied, schon bevor sie den Raum betreten, lange bevor sie zu sprechen beginnen. Das nenne ich ganzheitliche Führung.

Prinzipien des Essentiellen in der Entwicklung

Ich betrachte jetzt nur den Entwicklungsaspekt einer Führungskraft, also den Weg der ganzheitlichen persönlichen Entwicklung. Dabei beziehe ich mich auf die sechs Erfolgsprinzipien aus dem Buch „Das innere Spiel“.

Prinzip Anfang und Ende

Was löst den Entwicklungswunsch in einem Menschen aus? Was steht da ganz am Anfang? Was macht den Unterschied, zwischen einem Menschen, der sich der ständigen Veränderung und Weiterentwicklung verschreibt und einem, der sich fleißig aber selbstzufrieden seinen Aufgaben widmet? Mit einem einfachen Bild lässt sich der Unterschied leicht erfassen. Der Eine verharrt in seiner Komfortzone und lässt seine Grenzen der Entwicklung einfach Grenzen sein. Der Wunsch, diese Grenzen kennen zu lernen, solange dazu kein wirklich guter Grund von außen erscheint, dämmert nicht einmal im Verborgenen.  An den Grenzen entsteht zwar viel Energie, aber dort begegnet uns auch der Schmerz, den das Unbekannte auslöst und, wir blicken dem Problem (uns selbst) direkt in die Augen. Es ist einfach viel bequemer zu verharren und im eigenen Saft zu schmoren, als neue Wege und Möglichkeiten zu suchen. Woher kommt nun der Wunsch, die eigenen Grenzen zu erkunden und wenn möglich zu überschreiten? In vielen Fällen tönt der Ruf von einem Anderswo her, der entweder den eigenen Saft ganz plötzlich unappetitlich erscheinen lässt (Ekelgefühl aus Unzufriedenheit), oder der eine große Macht in sich trägt und uns zur Bewegung wider Willen zwingt (Hierarchie). Der mir wichtigere Fall aber ist ein anderer. Es liegt an uns Menschen, diesen Ruf in uns selbst ertönen zu lassen und mit positiven Botschaften auszustatten. Es ist dann ein Ruf der Seele, der unser innerstes Sein erfüllt und der uns aufhorchen lässt. Vielleicht passt für diesen Fall der Begriff des „Funkens“ besser als der des Rufes. Wir können in uns einen Funken entzünden, der unsere inneren Energien anfacht und uns somit mit Antriebskraft versorgt. Möglicherweise ist gerade das das Einzige, was wir als Menschen überhaupt wirklich selbst aktiv tun müssen. Vielleicht folgt alles andere dann wie von selbst und vielleicht wird uns alles andere im Leben dann einfach dazu geschenkt. Nichts aber von alle dem steht uns zu, wenn wir stehen bleiben, wenn wir den Aufstieg auf der Himmelsleiter für einen verrückten Traum Jakobs halten, mit dem wir selbst nichts, aber wirklich auch gar nichts zu schaffen haben. Es geht nur darum, in uns das Bild des vertikalen Aufstieges, der eigenen persönlichen Entwicklung, der bestmöglichen Nutzung all unserer Talente, als „Funke“ zu erkennen und die Energien des Lebens damit zu entzünden. Natürlich wissen Sie es schon. Was ich hier den „Funken“ nenne, ist diese eine Kraft, die den wichtigen Unterschied macht, die auch Willenskraft genannt wird.

Das Prinzip Anfang kommt uns mit einer ganz einfachen Botschaft entgegen: Entzünde am Anfang deiner Entwicklung den Funken der Willenskraft, sonst ist alles nur Zeitverschwendung (Was willst Du wirklich, wirklich Gutes in die Welt bringen?).

 

Die beiden Therapeuten Phil Stutz und Barry Michels bieten dazu in ihrem Buch „The Tools“ mit der Übung „Leben oder Tod“ eine spannende Unterstützung an).

Und das ist schon fast die ganze Antwort auf die Frage: Woher soll ich die Kraft für die Entwicklung nehmen? Der zweite Teil des ersten Prinzips, das Ende, ist nur noch eine Hilfestellung in einem Entwicklungsprozess, der dann wie von selbst zu laufen beginnt. Schon am Anfang das Ende im Sinn haben, war schon bei Stephen R. Covey, ein Erfolgsprinzip der Selbstführung. Auch aus einer klaren Vorstellung, wohin mich mein Weg führen soll, kann eine innere Kraft entstehen.

Das Prinzip Polarität

Schon in der Beschreibung des Prinzips Anfang habe ich auf die Polaritäten des Lebens Bezug genommen. Wir werden ständig im Energiefeld des Widerspruchs zwischen Bewahren und Verändern verzerrt. Ist es richtig zu bleiben, wie und wer wir sind und endlich Zufriedenheit zu finden, oder ist es richtig, etwas Neues zu werden, etwas zu entwickeln, was uns bisher verborgen blieb, etwas zu erkunden und Neuland zu entdecken? Sie spüren es nun sicher längst. Diese Frage hat einen masochistischen Zug in sich. Sie quält uns Menschen ein Leben lang, weil wir sie niemals endgültig beantworten können. Es kommt hinzu, dass sie sich unserer Richtig-Falsch-Logik entzieht und beide Seiten wahr sind. Es ist gut, uns zu verändern und es ist genauso gut, (ein Weilchen) zu bleiben, wie wir sind.

Das Prinzip Polarität kommt mit einer klaren, wenn auch schmerzhaften Botschaft auf uns zu: Folge dem Ruf der Veränderung, sobald du den Ruf in dir hörst. Entzünde das Feuer und entwickle dich. Dann aber halte inne und bewahre, was du bist. Solang, bis dich das noch nicht Entwickelte, das Unverstandene wieder einholt und du das Rad weiter drehen musst.

Am Ende werden wir alle immer, was wir schon sind. Und das Prinzip sagt zu Führungskräften ganz laut und deutlich: lerne mit diesem Widerspruch zu leben, söhne dich mit ihm aus. Das Prinzip Polarität hat aber noch eine andere, innere Dimension. Wir alle tragen einen inneren Widerspruch in uns, eine helle und eine dunkle Seite. Dabei ist die dunkle Seite nicht etwa grundsätzlich schlecht, sie ist nur im Schatten unserer hellen Seite, weil wir gelernt haben, sie zu verdrängen. Carl Gustav Jung hat in der Komplexen Psychologie den Schatten als wichtigen Archetypen der Persona gegenüber gestellt. Das, was wir an uns selbst als unerwünscht wahrnehmen, also alle unterdrückenswürdigen Eigenschaften und Züge unserer öffentlichen Person, werden in den Schatten abgeschoben und dort konzentriert. Wenn es uns gelingt, unseren Schatten wahrzunehmen, anzunehmen und in unser Leben zu integrieren, werden wir wieder mit voller Kraft und Energie im Leben stehen. Der Mechanismus der Verdrängung hingegen raubt uns Energie und lässt uns unter großen Mühen ausbrennen. Im Alltag kommuniziert der Schatten als innere Stimme die ganze Zeit mit uns. Meist ist das für unser Leben hemmend und einschränkend. Um als Mensch „ganz zu werden“ und um die Energien des Lebens wirklich nutzen zu können, müssen wir unserem Schatten in die Augen schauen. Dazu gilt es ihn zu finden. Sobald wir unserem Schatten dann die Hand reichen und gemeinsam in die Zukunft schauen, erfasst uns der Strom des Lebens.

Im Buch „The Tools“ wird mit der Übung „innere Autorität“ eine Unterstützung zur einfachen Integration des Schattens angeboten.

 

Das Prinzip Resonanz

Jetzt wird es unter der Haube der Rationalität noch ein bisschen enger. Am besten also legen wir überholte Denkstrukturen kurzerhand ab. Wir stehen jetzt vor der Frage, wie wir als Menschen in den „Fluss des Lebens“ kommen und dort die Energie des Lebens für unsere Entwicklung nutzen können. Die Antwort auf diese Frage lässt aus meiner Sicht nur eine Antwort zu. Es gibt nämlich nur ein Tor, das uns den Zugang zum Strom des Lebens ermöglicht. Das Tor der Liebe. Das Leben ist ein Hohelied der Liebe. Nichts im Leben hat Bedeutung und nichts im Leben wird dauerhaft von Wert sein für uns, wenn wir es nicht lieben und es nicht mit Liebe tun. Als Mensch und als Führungskraft muss ich lernen, mich selbst zu lieben und mich als Segen für die Menschen zu erkennen. Nicht aus einer blinden Hochmütigkeit heraus, sondern aus einem tiefen Wunsch, einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Menschen und der Welt zu leisten.  „So wie du bist, in deiner Einzigartigkeit, bist du ein Segen“!

Im Buch „The Tools“ wird mit der Übung „aktive Liebe“ eine Unterstützung, das Tor zur Liebe zu finden, angeboten. Das ist gerade dann wichtig, wenn wir schwierige Menschen führen müssen.

Das Prinzip Resonanz hat eine einfache und klare Botschaft für uns: sei in Resonanz mit dem Leben, sei lebendig, tauche ein in den Strom der Liebe.

 

Das Prinzip doppelte Entscheidung

Die Anstrengungen auf unserem Weg der Entwicklung hören nie auf. Kurzes Innehalten, um zu lernen, ist zwar Teil des Spieles, niemals aber dürfen wir aufhören, uns weiter zu entwickeln. Und auf diesem Wege des Lebens gilt es immer wieder Entscheidungen zu treffen. Alle diese Entscheidungen sind doppelte Entscheidungen. Wir treffen eine erste Entscheidung immer aus dem Herzen heraus, eine Entscheidung, die uns wieder neu „zur Tat enthemmt“ und ins Tun bringt. „Wollen“ alleine hilft uns wenig, wir müssen das Gute auch „tun“. Nach dem Tun folgt die Phase der Erkenntnis und aus der heraus folgt eine zweite Entscheidung, die Entscheidung zur Wiederholung. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung aus dem Geiste, eine Kopfentscheidung also. In beiden Fällen der Entscheidung aber stehen wir vor einer „Überwindung“. Die Enthemmung zur Tat und die Entscheidung zur Wiederholung sind anstrengend und führen uns an die Grenze unserer Komfortzone. Wir stehen vor einer „Wand aus Schmerzen“, die wir durchdringen müssen. Ohne innere Willenskraft, ohne die Kraft aus der Schattenintegration und ohne Schub aus dem „Strom der Liebe“, wird uns die Kraft dazu, die Schmerzensmauer zu durchdringen, häufig fehlen. Wie weit wir in unserer Entwicklung auch gekommen sein mögen, es besteht immer die Gefahr, einfach wieder damit aufzuhören und den leisen, einfachen Abstieg zu beginnen.

Im Buch „The Tools“ wird mit der Übung „Umpolung des Verlangens“ eine Unterstützung im Umgang mit wichtigen Entscheidungen des Lebens angeboten. Mit der Umpolung lernen wir den Schmerz als Befreiung zu erkennen.

Das Prinzip doppelte Entscheidung hat eine einfache Botschaft für uns: entscheide dich aktiv und regelmäßig für die konsequente Fortführung deines Weges. Entscheide gut und frage dein Herz und deinen Kopf. Dann wirst du die Kraft haben, die Entwicklung fortzusetzen.

 

Das Prinzip Wiederholung

Dieses Prinzip ist so einfach, so selbstverständlich, dass wir es gerne übersehen. Dabei ist das Einfache oft so wichtig. Die doppelte Entscheidung hat für dieses Prinzip schon die Vorarbeit geleistet, indem wir uns zur Wiederholung entschieden haben. Eine Weiterentwicklung heisst  vereinfacht, eine alte Gewohnheit, durch eine neue, bessere Gewohnheit zu ersetzen. Und wie sollte es einen anderen Weg geben, etwas zur Gewohnheit in unserem Leben zu machen, als Übung, Übung, Übung? Genau: Übung heisst Wiederholung und nichts Gutes wird dauerhaft in unserem Leben verweilen, wenn wir nicht zur Wiederholung bereit sind.

Das Prinzip Wiederholung hat eine einfache Botschaft für uns: Übe! Höre niemals damit auf.

 

Das Prinzip Ordnungsmuster

Jede Lebensform ist ein Ordnungsmuster, also das Gegenteil von Unordnung. Alles Leben ist ein Streich gegen das Gesetz von der Zunahme der Entropie, der Zunahme von Unordnung (in geschlossenen Systemen, wie das Ludwig Boltzmann beschrieben hat). Dafür aber braucht Leben Energie und zwar eine ständige Energiezufuhr. Wir müssen uns dafür „öffnen“. Ohne Energiezufuhr zerfällt jedes Leben zu Staub. Das Prinzip Ordnungsmuster weist uns nun den Weg der größten Lebendigkeit. Dazu brauchen wir Energien aus zwei Quellen. Wir brauchen unsere innere Energie, die aus der Willenskraft resultiert und die uns von innen her antreibt. Und wir brauchen die Energien des Lebens, jene Energien die uns im Fluss und im Überfluss zur Verfügung stehen und denen wir uns nur öffnen müssen. Schon mit dem Prinzip Resonanz haben wir mit dem Tor zur Liebe Zugang zu diesem Energiefluss gefunden. Jetzt gibt es noch ein Fenster zusätzlich zu öffnen, das uns innerlich lebendig macht und uns mit dem Strom des Lebens in dauernder Verbindung hält. Das ist die Dankbarkeit. Für unsere inneren Energien müssen wir uns selbst dankbar sein, für alles andere dem Leben und seinen universellen Kräften selbst. Paulo Coelho beginnt den Hauptteil seines „Handbuch des Kriegers des Lichts“ mit dem Satz: „Ein Krieger des Lichts vergisst niemals, dankbar zu sein. Die Engel haben ihm im Kampf beigestanden. Die himmlischen Heerscharen haben einem jeden Ding seinen rechten Platz zugewiesen und dem Krieger des Lichts erlaubt, sein Bestes zu geben.“ Damit ist alles gesagt.

Die einfache Botschaft aus dem Prinzip Ordnungsmuster lautet: Tue alles, was die Lebendigkeit in dir erhöht. Sei dankbar für die Energien des Lebens. Dankbarkeit ist ein Zeichen der Lebendigkeit.

 

Im Buch „The Tools“ wird mit der Übung „Das dankbare Herz“ eine Unterstützung am Weg zur Dankbarkeit angeboten.

  Danke, dass Sie so weit mit mir gegangen sind!  Ich wünsche Ihnen für Ihren Weg alles Gute und bestes Gelingen. Und machen Sie sich keinen Druck, denn wir sind alle nur Übende. Herzlich, Ihr Heinz Peter Wallner

Herzlichen Dank an Roland Kopp-Wichmann, der mich mit seinem Blogartikel: „Eine erstaunliche Methode…“ auf das Buch „The Tools“ aufmerksam gemacht hat. Das war ein weiteres wichtiges Puzzelsteinchen auf meinem Weg. Überhaupt kann ich den Blog von Roland Kopp-Wichmann nur wärmstens empfehlen!
 
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Dr. Heinz Peter Wallner Learning to change! Dem Wandel begegnen, Komplexität meistern, auf höhere Ebenen kommen! Führungskräftetrainer, Organisationsentwickler, Buchautor, Vortragender, mit 20 Jahren Berufserfahrung. Leadership, Self -Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Büro: Schönborngasse 4/5, 1080 Wien, Österreich Mobil: +43-664-8277375 Office: +43-664-8277376 Mail: wallner [at] trainthe8.com Office: office [at] trainthe8.com

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