Home Blogartikel Heureka? Leider nein. Das Universum läßt uns warten! Ganzheitlich nachhaltige Entwicklung als Weg?

Heureka? Leider nein. Das Universum läßt uns warten! Ganzheitlich nachhaltige Entwicklung als Weg?

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Heureka? Leider nein. Das Universum läßt uns warten! Ganzheitlich nachhaltige Entwicklung als Weg?

by Heinz Peter Wallner

Eine wichtige – für mich auch schon die wichtigste – Frage unter der Sonne für die Zukunftsfähigkeit Europas lautet so: Wie können wir eine Gesellschaftsordnung und eine Wirtschaftsform auf Basis eines ganzheitlichen Weltbildes entwickeln? Hat die ganzheitlich nachhaltige Entwicklung eine Chance?

Und was sagt Madame Di Men Sion?

Und was sagt Madame Di Men Sion?

Die Anforderungen sind groß. Das Spiel des mechanistischen Weltbildes haben wir zu Ende gespielt und bis zum letzten Tropfen ausgekostet. Das ganzheitliche Weltbild zeigt aber noch zu wenig Kontur, um neue Orientierung zu geben. Damit können wir also noch nicht umfassend arbeiten. Wir befinden uns im Übergangsraum, der alle Möglichkeiten bietet und uns alle Richtungen offen läßt. Es bleibt also spannend.

Was wir heute schon sicher sagen können: Wachstum als alleiniges Ziel hat ausgedient. Steigerung und Ankunft wird es parallel geben müssen, die Werte für die Menschen und die Gesellschaft brauchen eine Neudefinition und müssen zu mehr Menschlichkeit und Lebendigkeit heranwachsen, die Qualität des Lebens, unsere Gesundheit, unser kollektives und individuelles Glück, Frieden und Segen mögen gedeihen. Gerechtigkeits-, Integrations- und Migrationsfragen, Umwelt- und Klimafragen, Rohstoff- und Energieversorgungsfragen,  Fragen des Geldsystems und vor allem soziale Fragen brauchen wirklich verdammt gute Antworten. Wir alle haben sie bisher nicht gefunden. Aber bis wann dürfen wir – wenn wir diesen Fragenkomplex einfach an das Universum richten – mit einer Antwort rechnen? Bis wann wird die Intelligenz des Universums die Lösungen zum Bio-Download frei geben?

Wegweiser und Grundfeste

Entlang der liegenden Acht läßt es sich heiter über diese Entwicklung nachdenken. Und wenn wir auf die Antwort des Universums ohnehin warten müssen, bleibt genügend Zeit für einige Durchläufe durch den Geist-Herz-Bewegung-Form-Zyklus – eben genau entlang der liegenden Acht. Darüber gibt es auf diesem Blog unzählige Artikel, hier ist einer davon: train the eight


Vielleicht wissen sie es schon. Wir beginnen den Entwicklungsprozess entlang der liegenden Acht immer im Ursprung mit der Einsicht, dass „es auch anders sein könnte“. Im ersten Quadranten „Neues Denken“ mühen wir unseren Geist ab und beginnen mit den ersten Pinselstrichen des neuen Zukunftsbildes. Wenig wissen wir heute schon, sparsam sind die Konturen, unscharf bleibt das gesamt Bild. Nachhaltigkeit ist einer der Wegweiser, das ganzheitliche Weltbild die Grundfeste. Wenn wir den ersten Skizzen und Ideen einer neuen Gesellschaftsordnung und Wirtschaftsform etwas Leidenschaft entgegen bringen, verziehen sich die Ideen nicht wieder in die Weiten des Universums, sondern haften an unserer kollektiven Intelligenz an.

Energie aus Communities

Setzen wir unseren Spaziergang entlang der liegenden Acht fort, so befinden wir uns bald im zweiten Quadranten, der „Neuen Haltung“. Hier kommt Herz und Energie in die neuen Zukunftsbilder, die skizzenhaft vorliegen. Wenn wir in großen Communities an diesen Fragen gemeinsam arbeiten, wird die Energie irgendwann ausreichen, um uns zur Tat zu enthemmen.

Wir betreten den dritten Quadranten, das „Neue Tun“. Hier bringen wir die Dinge in Bewegung und beginnen den tieferen Suchprozess. Viele Ideen, Konzepte, Ansätze gibt es schon. Sie alle wollen gefunden und verbunden werden. Alles wir gesammelt, interdisziplinär wird gearbeitet. Die Suche muss die Menschen im Kollektiv beschäftigen. Die Bewegung bringt uns den Lösungen scheinbar näher. Wenn ein energetischer Suchprozess begonnen hat, scheinen die großen Antworten oft nur mehr wenige Schritte entfernt zu sein. Es kommt ein Prickeln auf. Große Konferenzen werden einberufen, Vorträge werden gehalten, Menschen gehen mit neuen Ideen in Resonanz und sehen die Lösungen schon ganz nahe. Aber das legt sich bald wieder.

Die Plateauphase kommt

Ein paar Schritte weiter im Spaziergang entlang der liegenden Acht kommen wir in den vierten Quadranten, der einer neuen Erkenntnis gewidmet ist. Hier werden die Informationen strukturiert, aufbereitet und in einen neuen Zusammenhang bebracht. Wir ziehen eine erste Bilanz. Welche Formen bringen unsere neuen Ideen am Ende hervor? Können wir neue Muster erkennen, die unsere Zukunft sichern könnten? Welche alten Gewohnheiten können wir verabschieden?

Sind wir aber ernsthaft einer wirklichen Lösung auf der Spur, dann entpuppt sich der vierte Quadrant als lange Plateauphase. Es wird uns die bittere Erkenntnis enthüllen, dass sich kein schneller Erfolg einstellen kann. Dem Anfang liegt ein Zauber inne, nicht aber mehr in dieser Phase. Im Gegenteil, es ist nun längst jeder Zauber verflogen. Die mächtigen alten Muster stehen der neuen Erkenntnis im Wege und bilden einen dichten Nebel. Die dunkle Nacht der Seele lässt Hoffnungen schwinden, die „Welt noch retten zu können“.  Wir müssen wieder eine Entscheidung treffen. Durch den Ursprung der liegenden Acht stoßen wir aus dem vierten Quadranten der Erkenntnis ohne große Lösung wieder durch ins neue Denken. Es ist das die Entscheidung zur Wiederholdung, das Commitment, mit Beharrlichkeit an der Suche dran zu bleiben.

Und kommt der Blitz?

Der Geist-Herz-Bewegung-Form – Zyklus bildet sich also so ab: (1. Geist – neues Denken): Die vielfältigen Ideen und Skizzen konkreter formen, mit kleinen Pinselstrichen konsequent das große Bild malen. (2. Herz – neue Haltung): immer mehr Leidenschaft in die Ideenskizzen einer neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsform legen. (3. Bewegung – neues Tun): die Suche intensiveren, tiefer in die Fragen einsteigen, verschiedene Welten verbinden. (4. Form – neue Erkenntnis) und weiter nach neuen Erkenntnissen suchen und um sie ringen.

Der Heureka! Prozess - train the eight

Der Heureka! Prozess – train the eight

Ein Durchbruch im Sinne einer wirklich großen Lösung ist erst nach vielen Durchläufen entlang des Geist-Herz-Bewegung-Form-Zyklus zu erwarten. Je größer die Idee für die Menschheit ist, umso intensiver werden die Phasen, um so mehr müssen wir ringen, umso länger wird die Lösung auf sich warten lassen.

Wann endlich können wir Heureka! ausrufen? Wann gibt das Universum die Lösung frei?

Warten wir im heiteren Spaziergang auf den Blitz der Erkenntnis!

Herzlich,

Ihr Heinz Peter Wallner

Und wie könnte die Fahrt weiter gehen?


Dr. Heinz Peter Wallner Learning to change! Dem Wandel begegnen, Komplexität meistern, auf höhere Ebenen kommen! Führungskräftetrainer, Organisationsentwickler, Buchautor, Vortragender, mit 20 Jahren Berufserfahrung. Leadership, Self -Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Büro: Schönborngasse 4/5, 1080 Wien, Österreich Mobil: +43-664-8277375 Office: +43-664-8277376 Mail: wallner [at] trainthe8.com Office: office [at] trainthe8.com

4 Kommentare

  1. Hallo Peter!

    Am Besten gefällt mir die Formulierung „….Wenn wir in großen Communities an diesen Fragen gemeinsam arbeiten, wird die Energie irgendwann ausreichen, um uns zur Tat zu enthemmen.“ So hab ich das noch gar nicht gesehen!!! Wir sind zu gehemmt (=verklemmt?) für Veränderungen. Vielleicht sollten wir mal sowas wie ein Kreativbesäufnis machen. Trinken darfst nur wenn Du einen kreativen Input lieferst. 🙂

    Keine Sorge Peter, ich möchte nichts ins Lächerliche ziehen, aber der Humor kommt in meiner Wahrnehmung zu oft zu kurz. Humor enthemmt und ist (sorgfältig dosiert) vielleicht eine Möglichkeit gedanklich zu enthemmen. Kann ich mir zumindest gut vorstellen.

    LG Buddy

  2. Lieber Peter,
    vielleicht liegt das Geheimnis in einer gewissen Gelassenheit … so wie ja (für mich) Dein Artikel auch eine gewisse Gelassenheit ausstrahlt.

    Neigen wir nicht gerade in (gefühlten oder tatsächlichen) Krisenzeiten zu einer beinahe krankhaften (jedenfalls aber krampfhaften) Sucht, möglichst schnell handeln zu müssen? Wir stellen fest, dass „es“ so nicht weitergehen kann. Und in unserem Weltbild sind wir es gewohnt, dass eine Handlung zu einer Veränderung führt, weshalb wir also unbedingt und möglichst rasch handeln müssen – aber können große gesellschaftliche Veränderungen durch einzelne Handlungen tatsächlich herbeigeführt werden? Und ist es tatsächlich die Handlung oder eher die Haltung, die zu einer Veränderung führt?

    Vielleicht (re)agiert das Universum aber nur deshalb so träge, weil noch nicht genügend Menschen angerufen haben. Vielleicht ist der europäische Leidensdruck auf jeden Einzelnen noch nicht groß genug?

    Ich weiß nicht, ob wir das Gleiche meinen, aber ich versuche, meine Gedanken (oder eher mein Gefühl?) in Worte zu fassen: diese große Veränderung, von der Du sprichst, kann sich nicht auf einzelne Aktionen beschränken. Letztlich geht es hier um eine Änderung der Haltung, unserer Glaubenssätze, ja vielleicht eines ganzen (kollektiven) Weltbildes. Diese Grundlagen jedes Handelns sind aber letzlich in jedem Einzelnen von uns verankert. Und die Summe dieser Grundlagen in jedem Einzelnen macht letztlich „die Gesellschaft“ aus. Veränderungen der Gesellschaft bedingen also, dass möglichst viele Mitglieder dieser Gesellschaft Ihre Haltung verändern.

    Eine neue Gesellschaftsordnung lässt sich nicht auf dem Reißbrett entwickeln, sie muss aus den Herzen (ja, schon wieder ;-)) der Menschen geboren werden. Und ich denke, genau hier ist eben eine gewisse Gelassenheit gefragt. Die Menschen, die bereits mit dieser Veränderung in sich selbst begonnen haben, werden lernen müssen, auf „die anderen“ zu warten. Sie können die Wartezeit nutzen, um „Keime“ in die Welt zu setzen. Aber kein Landwirt wird sein Saatgut zwingen können, Früchte zu tragen. Also sollten wir es vielleicht tatsächlich so halten, wie Hesses „Siddharta“: denken, warten, fasten und dem Fluss zuhören …

    Liebe Grüße, Robert

  3. Lieber Robert, danke Dir für diese weiterführenden und tiefen Gedanken dazu! Das gefällt mir sehr 🙂 und ja, die Haltung ist wichtiger als die Taten = das war wir glauben, ist wichtiger als das, was wir tun. Das Tun orientiert sich mit der Zeit an dem, was wir glauben, die Haltung bestimmt unser Tun …
    Und die Gelassenheit gefällt mir am besten!
    „ich kann denken, ich kann warten, ich kann fasten“ …
    „Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist mit dem Fluß des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, …“

    Siddharta ist immer wieder lesenswert 🙂

    liebe Grüße, Peter

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