Home Blogartikel Herz in der Krise? Wege aus der Zielkrise.

Herz in der Krise? Wege aus der Zielkrise.

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Herz in der Krise? Wege aus der Zielkrise.

by Heinz Peter Wallner

Alle reden von einer Finanz- und Wirtschaftskrise. Dabei steckt der Westen einfach in einer tiefen Zielkrise. Welche Wege es aus einer Zielkrise gibt und warum wir dabei unser Herz öffnen müssen, zeigt das LILA Management Prinzip. Haben Sie die richtige Haltung schon eingenommen? Dann kann das Schwingen im Rhythmus entlang „der liegenden Acht“ beginnen.

Die angebliche Finanzkrise hat die Wirtschaft kräftig ins Wanken gebracht. Ein Großteil ängstigt sich. Schade eigentlich, es wäre an der Zeit beherzter an die Wirtschaft heranzugehen. Ein großer Teil der Hoffnungen des ewigen Wachstums ist jetzt versiegt, auch wenn Steigerung als Problemlöserin in unserem Denken immer wieder aufkeimen wird. Die allseits verteufelte Globalisierung aber bereitet Planeten und Mensch nicht nur Schwierigkeiten, sie birgt auch die Möglichkeiten zu neuen Informationen von weit her in sich. Aus jeder Ecke des Planeten wird in Echtzeit übertragen, welche Grenzen wir wieder überschritten haben. Überall erkennen wir die Folgen unseres Handelns und bekommen sie in Form von lähmender Ignoranz eiskalt serviert.

Wenn nun die Aussicht auf die Fortsetzung des Steigerungsspiels trübe ist und der ersehnte Leuchtturm für die nahen Untiefen nicht sichtbar ist, was ist dann zu tun? Welche Lösungswege gibt es für die Wirtschaft, für die nach Luft schnappenden ManagerInnen? Den einen Weg, den jetzt viele wählen, kennen wir. Zunächst einmal sparen, rationalisieren, von „unnötigem Personal“ befreien, großes Reinemachen, auf Effizienz setzen und abwarten. Dieser Weg hat zum Ziel geführt, so oft, dass kaum jemand daran glaubt, diesmal wäre es anders. Der rationale, mechanistische Zugang ist aber an seine Grenze gekommen. Er hat sich überlebt, soviel Anerkennung ihm auch gebühren mag. Das herzlose Wirtschaften, wo alles zur Ressource verkommt und Leben, Natur und Mensch nicht mehr zählen als Zahlen, können wir als erstaunliche Episode in die Geschichtsbücher eintragen. Es werden sich noch viele nachfolgende Generationen wundern. Mag schon sein, dass noch viele vor den Scheinwerfern einer neuen Zeit verschreckt in ihre alten Denk- und Handlungsmuster zurückfallen, das ist ja ein sehr menschliches Verhalten. Nur die wirklich Mutigen machen jetzt den entscheidenden Schritt nach vorne! Es kommt jetzt darauf an, nicht zu kneifen, sondern beherzt zu sein. Wir brauchen mehr Herz in der Krise! Wer sein Herz öffnet und in die Welt blickt, der wird bald erkennen, welche Chancen sich auf der hellen Seite der Macht gerade auftun. Alles beginnt, wie im brandneuen Buch, „Das LILA Management Prinzip“ beschrieben wird, mit dem neuen Denken. Neues Denken ist eine Herausforderung für den Geist und die können wir annehmen. Alles andere wäre eine Beleidigung für wirklich innovative und mutige Geister. Aber es wissen schon viele ziemlich genau, wo die Chancen liegen und was jetzt, gerade weil wir in der Krise stecken, zu tun wäre. Es warten viele neue Business Modelle, die sich aus dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung vor unseren Augen erschließen. Warum aber nehmen nur so wenige die Herausforderung an? Warum huschen die sonst gefeierten ManagerInnen zurück in ihren geschützten Bau, wenn es um bahnbrechende Innovationen geht? Etwa, weil sie viel Geld kosten? Der einzige Grund, der dafür in Frage kommt, ist das fehlende Herz. Kaum jemand ist wirklich beherzt genug, den entscheidenden Schritt der Veränderung zu tun! Es fehlt an der richtigen „Attitude“! Der zweite Schritt nach dem „Neuen Denken“ im LILA Management ist daher auch die Arbeit an der neuen Haltung. Die berühmte „3C-Frage“ stellt sich ungeniert und sonnenklar. C1: Bist Du wirklich bereit, eine Entscheidung zu treffen? C2: Bist Du wirklich bereit, noch heute damit zu beginnen? C3: Hast Du das Commitment, die Energie, die aus dem Herzen kommt, um die Sache wirklich ganz zu Ende zu führen? Klingt einfach, ist aber die schwierigste Sache der Welt. Hieran scheitern wir und nur deshalb sind wir in einer Krise, nicht etwa weil das Finanzsystem kaputt wäre. Weil uns in Gesellschaft und Wirtschaft das rechte Herz fehlt, kommt die Begeisterung nicht auf, die wir brauchen, um die Welt neu zu erfinden. Mit „Yes, we can“ versucht Barack Obama diesen Geist zu wecken und appelliert gleichzeitig an der Herz der Menschen. Wen wundert da noch sein Erfolg?

Wir stecken bereits seit vielen Jahren in einer wirklichen Zielkrise! Es ist keine Steuerkrise, wir haben im Grunde auch keine Finanz- oder Wirtschaftskrise. Das sind nur Etiketten für etwas, das wir nicht aussprechen wollen. Uns fehlen als Gesellschaft und als Wirtschaft einfach die Visionen, die Ziele und das Herz an der richtigen Stelle. Aus einem neuen Denken und der damit verbundenen neuen Haltung entsteht Energie, die aus dem Herzen kommt. Es ist nur diese Energie, die uns zur richtigen Tat enthemmen kann. Im LILA Management wird entlang einer liegenden Acht nun der dritte Quadrant durchlaufen. Es geht dann um ein neues Tun. Unser Handeln mit dem Herzen an der richtigen Stelle gibt Sinn, gibt Hoffnung und führt aus jeder Krise. Das neue Tun ist reflektierter als bisher, es nimmt mit höherer Sensibilität wahr, was um uns geschieht, es orientiert sich an neuen Wertigkeiten, an Menschlichkeit, an der Natur, einfacher gesagt, am Leben.  Das ist jetzt nicht die verträumte, romantische Geschichte, die vor dem Einschlafen gehört wird, nein, viel mehr ist es der Stoff, aus dem die wahren Erfolge der Zukunft stammen. Wiederum hat uns das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung genügend Proviant hinterlassen, diesen Weg zu gehen und in jedem Moment die richtigen Schritte zu tun.

Das LILA Management Prinzip - die liegende Acht Wallner

Quelle: Das LILA Management Prinzip, Signum, 2009

Aus dem neuen Tun – einer neuen Bewegung – müssen dann die wichtigen Erkenntnisse gezogen werden. Der vierte Quadrant in der LILA Managementschleife ist diese neue Erkenntnis. Was von all den neuen Versuchen hilft uns wirklich weiter? Was soll zur Form, zur Struktur, zum neuen Muster des Denkens und des Handelns werden? Und dann beginnt die Schleife der liegenden Acht erneut. Beim zweiten mal besser, tiefer, mutiger. Auch in dieses Denken kann man sich hineinsteigern, aber ganz ohne zu wachsen, außer vielleicht über sich selbst hinaus. Neues Denken, neue Haltung, neues Tun, neue Erkenntnis. Immerfort. Das LILA Management kann nun den ManagerInnen helfen, ihre Krisenstarre zu überwinden und ins Schwingen zu kommen. Alleine schon das Symbol lädt ein, seinen eigenen Rhythmus zu suchen und für den eigenen Weg einzustehen. Niemand muss es tun, aber alle dürfen. .

Heinz Peter Wallner

Wien, 8. Jan. 2009

Dr. Heinz Peter Wallner Learning to change! Dem Wandel begegnen, Komplexität meistern, auf höhere Ebenen kommen! Führungskräftetrainer, Organisationsentwickler, Buchautor, Vortragender, mit 20 Jahren Berufserfahrung. Leadership, Self -Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Büro: Schönborngasse 4/5, 1080 Wien, Österreich Mobil: +43-664-8277375 Office: +43-664-8277376 Mail: wallner [at] trainthe8.com Office: office [at] trainthe8.com

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