Home Blogartikel Fokus Self-Leadership: Entwicklung als Führungskraft mit Resonanz im „Dreiklang“

Fokus Self-Leadership: Entwicklung als Führungskraft mit Resonanz im „Dreiklang“

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Fokus Self-Leadership: Entwicklung als Führungskraft mit Resonanz im „Dreiklang“

by Heinz Peter Wallner

Inspirationen für das Führungskräftetraining

Artikelreihe zum Buch „Fokus Self-Leadership“: Ich möchte meinen Blog-Leser/innen eine Artikelreihe anbieten und einige Auszüge aus unserem Buch publizieren. Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen und freudige Erkenntnisse für Ihr Self-Leadership! Sie finden hier auch Inspirationen für das Führungskräftetraining, in dem Selfleadership immer einen zentralen Aspekt bildet.

Kapitel: Die Entwicklung als Dreiklang (Quelle: Fokus Self-Leadership – Gesunde und wirkungsvolle Selbstführung in Zeiten hoher Komplexität, Edition Summerhill, 2017, von Heinz Peter Wallner, Kurt Völkl, Seite 33-39)

Failure crisis concept and lost business career or education opportunity metaphor as a dying tree shaped as a human head alone on a rock cliff with dry ground surrounded by an ocean.

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Der Dreiklang der Entwicklung

Angeregt von der Idee der „triple bottom line“ aus der Nachhaltigkeitsdebatte, die Ausdruck für ein wirtschaftlich erfolgreiches, sozial und ökologisch faires Wirtschaften ist, haben wir die Idee für einen „Dreiklang“ in der ganzheitlichen persönlichen Entwicklung entworfen. Es ist eine Art Dreiklang, weil der Mensch auf drei Ebenen „zu schwingen und zu wirken“ beginnt.

Der Grundton: Self-Leadership

Der Grundton entspricht unserer persönlichen Entwicklung als Mensch und als Führungskraft. Das ist die Ebene des Self-Leaderships, die wir mit diesem Buch ausführlich erkunden. Was auf dieser Ebene wichtig ist, bestimmt sich aus der Komplexität der Welt. Es geht um einen wirklich ganzheitlichen Entwicklungsprozess, einen Lernprozess, der unsere Potenziale zur Wirkung bringt. Das Ziel ist, unsere kreativen Potenziale zu entfalten und als Mensch zu reifen. Das ist ein ganzheitlicher Prozess der Selbst- und Sinnfindung.

Dreiklang der Entwicklung

Quelle: Fokus Self-Leadership, Abb: Heinz Peter Wallner

Die große Terz: Team-Leadership

Um ein mehrstimmiges Klangbild einer Führungskraft zu erzeugen, muss diese Person in einer Gruppe von Menschen wirken, in einem Team, in einer Organisation. Wer selbst einen Entwicklungsweg (Self-Leadership) beschreitet, hat beste Chancen, von anderen Menschen wahrgenommen und als Leader angenommen zu werden. Annehmen bedeutet in diesem Zusammenhang mehr als anerkennen. Wir nennen diese Ebene Team-Leadership. Das Ziel ist es, mit anderen Menschen gemeinsame Ziele zu erreichen. Dabei spielen Methoden und eingelernte Kompetenzen eine weniger wichtige Rolle als die Wirksamkeit der eigenen Persönlichkeit.

Die reine Quinte: Sustainability-Leadership

Ein volles Klangbild des Durdreiklangs erhalten wir aber erst mit dem dritten Ton. Es ist die Entwicklung auf der Ebene Sustainability-Leadership, die Menschen in ihrem Wirken in einen ganzheitlichen Sinnzusammenhang bringt. Erst wenn ein relevanter Beitrag zu einer guten, nachhaltigen Entwicklung der Welt geleistet wird, stellen sich die ersehnten „harmonischen Klänge“ ein. Jeder Mensch, der seine Potenziale entfaltet und seine Wirkung in Teams erfahren hat, integriert sich wunderbar in die Entwicklung der Welt und gibt so seinem Leben einen Sinn. Ein glücklicher Mensch leistet einen bewussten Beitrag zur Entwicklung der Welt.

Der Dreiklang der Entwicklung

Quelle: Fokus Self-Leadership, Abb: Heinz Peter Wallner

Der Grundton der Entwicklung: Self-Leadership

Die Entwicklung einer wirksamen Führungskraft beginnt bei uns selbst. Wenn ein Mensch für andere Menschen wirksam werden möchte, muss er zuvor zu einem ebenso wirksamen Menschen heranreifen. Es ist ein Irrglaube, dass Methoden und Techniken wirklich längerfristig etwas bewirken können. Natürlich ist eine gute Technik kein Nachteil; wer aber nur seine ausgefeilten Tools für sich arbeiten lässt, der wird innerlich bald hohl und verbraucht viel zu viel Energie. Es ist unerlässlich, sich selbst auf eine gute Basis zu stellen und einen intensiven Entwicklungsprozess zu beginnen.

Wenn Sie sich selbst auf Kurs bringen und sich in ein – lassen Sie es uns so ausdrücken – „übendes Wesen“ verwandeln, dann werden Sie in allem, was Sie tun – und ganz besonders, wenn Sie als Führungskraft andere Menschen führen wollen –, wunderbar wirksam werden. Nach einiger Zeit und nach den ersten Stufen zur Meisterschaft kommt dann der größte Vorteil zum Tragen, der alle Mühen der Ebene rechtfertigen kann. Wenn Sie innere Stärke und Lebendigkeit entwickelt haben, dann verbraucht das Arbeiten mit Menschen auch in einer Führungsrolle immer weniger Energie und Kraft. Die Dinge beginnen sich in Ihrem Sinne zu entwickeln und viele „Zauberhände“ helfen mit. Vielleicht ist Self-Leadership die beste Prävention gegen alle Formen der Überbelastung und des folgenschweren Burn-outs. Hinzu kommen der Spaß und die Freude!

Was man gut kann, macht man mit Freude, heißt es. Wir gehen sogar noch weiter und sagen, dass schon die gute Übung Spaß machen und Freude ins Leben bringen kann. Natürlich ist ein konsequenter Entwicklungsweg kein Honigschlecken. Wer aber in die Übung eingetaucht ist und gute Fortschritte macht, wird belohnt. Mit jedem Schritt wird es leichter. Und weil jeder weitere Erfolg davon abhängt, wie gut Sie die ersten Lektionen gelernt haben, zahlt sich das Üben dieser Lektionen aus.

Was ist Self-Leadership?

Self-Leadership ist die bewusste Beeinflussung der eigenen Gedankenwelt, der inneren Haltungen und der Gefühlswelt, des gesamten Handlungsspektrums und der Lernprozesse, um die eigenen kreativen Potenziale zur vollen Wirkung zu bringen.

Die große Terz der Entwicklung: Team-Leadership

Wenn Sie sich dem Self-Leadership hingegeben haben und auf einem guten Entwicklungsweg sind, dann werden Sie als Führungskraft die Früchte Ihrer Arbeit bald ernten können. Je besser und sicherer Sie sich fühlen und je reifer Sie innerlich geworden sind, desto mehr Wirksamkeit wird von Ihnen als Mensch ausgehen. Dabei geht es uns in keiner Weise um Wundertüten und Zauberkunststücke. Schon ein kleines bisschen mehr an innerer Stärke und etwas mehr gefühlte Lebendigkeit und schon verändert sich Ihre Ausstrahlung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine hohe Sensibilität für die Ausstrahlung eines anderen Menschen und sie merken daher schnell und deutlich, wenn sich ein Mensch weiterentwickelt hat. Für eine Führungskraft kann schon dieser kleine Unterschied Gold wert sein.

Quelle: Fokus Self-Leadership. Abb: Heinz Peter Wallner

Quelle: Fokus Self-Leadership. Abb: Heinz Peter Wallner

Wir nennen das Leadership auf der zweiten Stufe Team-Leadership, weil Sie sich als Mensch auf ein Zusammenspiel mit anderen Menschen einlassen und mit ihnen in Beziehung treten. In der Führungsverantwortung können Sie die Definition des Self-Leaderships nun hernehmen und analog auf das Team-Leadership übertragen.

Was ist Team-Leadership?

Team-Leadership ist die bewusste Einflussnahme auf die Gedankenwelt des Teams, auf die Haltungen und die Gefühlswelt, auf das gesamte Handlungsspektrum des Teams und seine Lernfähigkeit, um kreative Potenziale des Teams zu erkennen und zu entwickeln.

Sie meinen nun vielleicht, das würde an Manipulation grenzen? Mag sein; das ist dann aber nur ein Streit um Worte, weil jede Art von Führung etwas mit der bewussten Beeinflussung von Menschen zu tun hat. Somit ist Führung auch Manipulation. Was immer an Gedanken- und Gefühlswelten in einem Team entsteht und was sich daraus entwickelt, kann aber nie von einem einzigen Menschen bestimmt werden. Es geht um die bewusste Einflussnahme im Sinne einer guten Entwicklung für die Organisation und für das Team selbst.

Wichtig ist uns aber die Botschaft: Team-Leadership baut auf dem Self-Leadership auf. Ein Mensch, der sich in einem Entwicklungsprozess befindet, kann zur Entwicklung anderer Menschen und des Teams viel Positives beitragen. Ein solcher Mensch wird mit dem Team – mit der Gemeinschaft – in eine intensive Resonanz kommen, die gelingende Beziehungen hervorbringt.

Die reine Quinte: Sustainability-Leadership

Die reine Quinte der Entwicklung bringt uns nun den vollen und klaren „Durdreiklang“, bestehend aus dem Grundton, der großen Terz und der reinen Quinte. Sind Self-Leadership und Team-Leadership weit entwickelt, dann können Sie als Führungskraft über sich selbst und über Ihren unmittelbaren Wirkungsbereich hinausgehen. In der dritten Stufe geht es um Wirksamkeit im gesamten System, in der Organisation, in der Gesellschaft, in der Welt. Ihnen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es ist immer Ihre Gedankenwelt, die Ihnen den Raum zur Entwicklung schafft oder einschränkt.

Wenn es Ihnen um einen Beitrag zur Entwicklung der Welt geht, dann sind Sie in die Entwicklung der Welt auch integriert. Sie arbeiten dann, ganz egal wie groß oder klein Ihr Beitrag aussehen mag, aktiv an der nachhaltigen Entwicklung – Sustainable Development – mit. Deshalb nennen wir die dritte Stufe auch Sustainability-Leadership.

Quelle: Fokus Self-Leadership. Abb: Heinz Peter Wallner

Quelle: Fokus Self-Leadership. Abb: Heinz Peter Wallner

Was also ist Sustainability-Leadership?

Sustainability-Leadership ist die bewusste Mitwirkung an der Ausgestaltung der Gedankenwelt einer Gemeinschaft, an deren Haltungen und der Gefühlswelt, an deren gesamtem Handlungsspektrum und ihrer Lernfähigkeit, um das kreative Potenzial der Gemeinschaft zu erkennen und zu entwickeln.

Wenn Sie nun meinen, das alles würde sehr theoretisch klingen, dann lassen Sie uns ein Beispiel geben, was wir im Sinn haben. Ein reifer Mensch, der seine kreativen Potenziale entwickelt hat, der gut mit Menschen umgehen und sie führen kann, der kann über sich hinausgehen und sich für die nachhaltige Entwicklung der Welt einsetzen. Das kann beispielsweise die aktive Mitwirkung in einem Stadtentwicklungsprojekt, in einem Sozialprojekt oder in der Entwicklungshilfe sein. Es dreht sich immer nur um eine Frage: Wo kann ich meine Talente und Potenziale zum Wohle der Gemeinschaft zum Einsatz bringen?

Welchen Stellenwert diese Frage in der heutigen Zeit hat, können wir an den „Sustainable Development Goals (SDGs)“ der Vereinten Nationen erkennen. Die Staatengemeinschaft hat sich zu Zielen verpflichtet, die den Fortbestand unserer Welt, so wie wir sie kennen, sicherstellen könnten. Dazu sind alle Staaten und alle Stakeholdergruppen, insbesondere auch die Akteure der Wirtschaft, eingeladen, ihre Beiträge zu leisten. Die Handlungsmöglichkeiten sind dabei sehr groß und vielfältig. Jeder Mensch, der guten Willens ist, kann sein Handlungsgebiet finden und sich für eine bessere Welt einbringen.

Herzlich,

Ihr Heinz Peter Wallner

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Link zum ersten Artikel: Vorfreude auf den nächsten Zustand

Link zum zweiten Artikel: Die komplexe Welt

Link zum dritten Artikel: Die VUCA Welt

Link zum vierten Artikel: LIEBT MICH DIE WELT AUCH WIRKLICH?

Link zum fünften Artikel: Bewältigungsstrategien für die VUCA Welt

 

 

 

Dr. Heinz Peter Wallner Learning to change! Dem Wandel begegnen, Komplexität meistern, auf höhere Ebenen kommen! Führungskräftetrainer, Organisationsentwickler, Buchautor, Vortragender, mit 20 Jahren Berufserfahrung. Leadership, Self -Leadership und Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Veränderung und hoher Komplexität (VUCA Welt), Leading Change, Entscheidungsfindung und neue emotional-intuitive Führungskompetenzen für agile Führungsformen. Das ganzheitliche und kreative Design wird Sie überraschen. Web: www.hpwallner.com Büro: Schönborngasse 4/5, 1080 Wien, Österreich Mobil: +43-664-8277375 Office: +43-664-8277376 Mail: wallner [at] trainthe8.com Office: office [at] trainthe8.com

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