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Das innere Spiel – Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen

Das innere Spiel – Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen
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Haben uns unsere Gewohnheiten fest im Griff? Oder haben wir genug Kraft, uns zu verändern? Wir wissen viel über Veränderung, sind voller Ideen für eine bessere Welt und scheitern doch zu oft an der eigenen Trägheit und an den Widerständen anderer. Veränderungen – sowohl persönliche als auch solche in unserem Umfeld – scheinen uns trotz großer Anstrengungen immer schwieriger.

Dabei erkennen wir nicht, dass die alten bewährten Spielregeln – die bisher doch immer zum Erfolg führten – ausgedient haben …

Kurt Völkl und Heinz Peter Wallner stellen in diesem Buch ihr lebendiges Veränderungsmodell vor, das mit wenigen, leicht verständlichen Spielregeln zeigt, wie wir den Herausforderungen unserer Zeit aktiv begegnen, denn das neue Spiel heißt „Zwischen den Polen und mitten im Fluss“. Wer es spielt, wird seine Energie an der Batterie des Lebens tanken und im Fluss des Lebens „floaten“.

Buchtrailer das innere spiel – wie entscheidung und veraenderung spielerisch gelingen – 2013 from Dr. Heinz Peter Wallner

Mehr Info zum Buch:
Broschiert: 232 Seiten
Verlag: Businessvillage; Auflage: 1 (April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869802197
ISBN-13: 978-3869802190Hier können Sie „Das Innere Spiel“ direkt kaufen.

Hier eine Leseprobe:

Seit der ersten Veröffentlichung unseres Buches Das Lila-Management-Prin-zip sind vier Jahre ins Land gezogen. Damals hatten wir die Idee einesneuen, ganzheitlichen Veränderungsmodells publiziert. In der Zwischen-zeit sind die Ideen gereift, sie haben sich ausgeweitet und wir haben eineMenge Erfahrungen gesammelt – einerseits im Management in einer Top-Führungsposition und andererseits in der Change-Beratung und im Füh-rungstraining. Aus einer Idee ist ein ganzes Spiel geworden, das wir jetztdas »innere Spiel« nennen.Wir, die Autoren, hatten eine wunderbare Zeit. Einmal im Monat – meist aneinem Freitag – trafen wir einander zu einer Entwicklungssitzung. Wennwir diese gemeinsame Zeit mit einem Begriff beschreiben wollen, dannpasst am besten: Inspiration. Eine Frage zu Beginn, einen Widerspruchausloten, gemeinsames Denken und Entwickeln, erste Skizzen, immer wei-tere Skizzen am Flipchart und dann der Fluss an inspirierenden Ideen. DerEntwicklungsprozess fühlte sich an wie eine spannende Entdeckungsreise.Unser Logbuch waren die Eintragungen auf dem Flipchart, die mehr alshundert Seiten umfassen. Das Ergebnis unserer Reise liegt nun vor Ihnen,eingepackt zwischen zwei Buchdeckeln.Eine solche Reise braucht Unterstützer an allen Ecken und Enden. Wir be-danken uns herzlich für viele direkte und indirekte Hilfestellungen. Eswaren unsere Freunde, Kollegen und Kunden, die oft für großen Ideen-reichtum sorgten und Motivation spendeten. Im Dialog mit Kunden erstkonnten unsere Ideen und Konzepte reifen und die Gestalt des »innerenSpiels« annehmen. Alles, was wir hier vorstellen, hat den harten Test derPraxis in drei Dimensionen bestanden. Erstens wurde das Spiel in der ak-tiven Führungsrolle intensiv gespielt. Zweitens wurde es in der Beratungund im Training einem mehrjährigen Härtetest unterzogen. Das war extremreinigend und äußerst förderlich. Drittens haben wir das Spiel in unsererpersönlichen Entwicklung konsequent durchgespielt. An einem selbst zuüben, ist der zäheste Test von allen. Auch das Buch selbst ist Ergebnisdieses inneren Spiels.10 | Vorwort
10. Für das Gelingen des Buches sind Christian Hoffmann und Jens Grübnervom BusinessVillage Verlag mit verantwortlich. Deren Unterstützung gehtweit über einen Feinschliff hinaus. Sie haben Ideen eingebracht und ander strategischen Ausrichtung des Manuskripts intensiv mitgewirkt. SabineKempke zeichnet für Satz und Layout verantwortlich, auch ihr möchtenwir für ihre Ideen und die konsequente Umsetzung herzlich danken. DasSchreibbüro Knöspel aus Bad Muskau hat den Kampf gegen den Fehlerteu-fel aufgenommen und gute Arbeit geleistet.Dodo Kresse-Wallner begleitet uns als Autoren schon geraume Zeit. Sie istfür uns eine Quelle der Inspiration und eine wunderbare Texterin, die mitviel Engagement und Liebe unsere Texte lektoriert hat. Herzlichen Dank!Graz und Wien, im Jänner 2013Kurt Völkl Heinz Peter Wallner Vorwort | 11
11. 1.Die Spiellandschaft
12. Abbildung 1: Das innere Spiel »Zwischen den Polen und mitten im Fluss« – Spiellandschaft 1.1 Das innere Spiel als neues Spiel Wer das alte Spiel des Erfolgs heute so spielt, wie es uns die Tradition ge- lehrt hat, der bemerkt mit der Zeit die neuen Spielregeln, die sich langsam eingeschlichen haben. Anstrengung, Bildung und der Wille zur Karriere reichen nicht mehr aus. Die Plätze der Anerkennung in der Gesellschaft sind enger geworden. Macht und Geld führen uns nicht zum Glück. Sie führen nicht einmal mehr zu einem erträglichen Leben, weil das Burn- out uns schon zuvor aufsucht und zu Boden wirft. Die Gesellschaft spielt das Spiel in den letzten Zügen. Sie brennt aus und mit ihr die Menschen, die das alte Spiel noch weiterspielen wollen. In dieser Zeit des Übergangs sind Erfolge mit dem alten Spiel auch noch gut möglich, erweisen sich aber nicht als zukunftsfähig, denn es tut sich eine parallele Welt auf. Dort wird bereits ein anderes Spiel gespielt und Erfolge werden hier zunehmend möglich. Warum also nicht das Spiel wechseln? Wir stellen Ihnen ein neues vor. Dieses Spiel heißt »Zwischen den Polen und mitten im Fluss«. Es wird weder alle Probleme der Welt lösen noch kann es Ihnen eine Sicherheit 14 | Die Spiellandschaft
13. garantieren, die Sie zum Erfolg führt. Was immer unter den neuen Gege-benheiten als »Erfolg« gelten wird, der Spielausgang ist offen. Das »innereSpiel« aber wird Ihnen helfen, sofern Sie es zu spielen beginnen, mit mehrGelassenheit durch das Leben zu gehen. Es wird Ihnen neue Möglichkeitenkreieren. Lassen Sie sich zwischen den Polen des Lebens aufladen und tau-chen Sie voller Leidenschaft in den abwechslungsreichen, abenteuerlichenFluss des Lebens.Wie wir diesen spielerischen Zugang zu »Entscheidung und Veränderung«finden können, davon handelt dieses Buch. Um das neue Spiel spielen zukönnen, braucht es eine Vorbereitung. Wie in jedem Spiel müssen wir einSpielfeld definieren. Was ist Teil dieses Spiels und was nicht mehr? Un-ser Spielfeld ist jenes der Entscheidung in schwierigen, nicht (einfach) zuüberblickenden Situationen. Besonders dann, wenn mit der Entscheidungein relevanter Veränderungsprozess verbunden ist.Jedes Spiel hat Regeln. Auch das innere Spiel definiert neue und teilweisebekannte Regeln. Jedenfalls wollen die Regeln gelernt und eingehaltenwerden. Um ein Spiel erfolgreich zu spielen, lohnt es sich, eine Spiel-strategie und eine Taktik, die zum Erfolg führt, im Kopf zu haben. Wirstellen Ihnen sechs Erfolgsprinzipien vor, die eine Grundstrategie bilden.Hinzu kommen Grundsätze und Fähigkeiten, die dieses Spiel sehr positivbeeinflussen können. Gegen Ende laden wir Sie ein, einige Spielzüge zuerlernen. Sehen Sie das als Vertiefung an.1.2 Innere Widersprüche auflösenIn unserer Kultur kennen wir Himmel und Hölle. Der Himmel ist »oben«und gut, die Hölle ist »unten« und schlecht. Damit spannen wir die größtealler Polaritäten auf, die wir kennen. Unser ganzes Streben als Menschin unserer Kultur dient daher dem Oben. Wir wollen nach oben kommen.Auch wenn wir alle religiösen Tendenzen ablegen, bleibt tief in uns drin- Die Spiellandschaft | 15
14. nen das Oben erstrebenswert. Vielleicht ist es am Ende des Tages nur dieKarriereleiter, die wir nach oben klettern wollen, oder eine andere Form derpersönlichen Weiterentwicklung, die uns ein besseres Leben – wieder aberweiter oben – ermöglicht. Der bekannte Philosoph Peter Sloterdijk meint,wir werden von »oben« her beansprucht.Welche Bedeutung oben und unten für Sie persönlich auch haben mag,diese Polarität hat einen entscheidenden Einfluss auf unser Leben. Sie ver-setzt uns in Spannung, sie beansprucht uns und bringt uns in Bewegung.Wir können sagen, ohne Polaritäten gäbe es keine Entwicklung mehr. JedeStunde unseres Lebens ist von solchen Polaritäten geprägt. Ständig be-finden wir uns zwischen den Polen, zwischen Möglichkeiten und immerwieder fordert das Leben von uns eine Entscheidung. Wir wissen aus Erfah-rung, welche Auswirkungen eine einseitige Entscheidung haben kann. Wernur nach moralischen Grundsätzen handeln und ganz Engel sein will, trägtdie Bestie dennoch in sich und umgekehrt. Wir können in unserem Lebengar nicht anders agieren. Den Polaritäten können wir nicht entrinnen, wirkönnen sie nur zähmen und richtig mit ihnen umgehen lernen. Daher istes wichtig, genauer hinzusehen, wie und warum Entscheidungen getroffenwerden. Was haben wir eigentlich zu entscheiden? Nehmen Sie das Beispiel»Bewahren oder Verändern«. Wir spüren intuitiv, eine solche Entscheidungkönnen wir grundsätzlich nicht treffen. Immer brauchen wir beide Seitender Polarität. Wir können nicht verändern, ohne zu bewahren, wir könnennicht bewahren, ohne zu verändern. Solche eigentlich nicht entscheid-baren Entscheidungen brauchen einen »Prozess«. Keinen Gerichtsprozessfreilich, sondern einen Weg, der uns zu einem Ergebnis leiten kann. Wiedieser aussehen kann, werden wir zeigen.Wir sind gezwungen, uns immer wieder auf diese Polaritäten einzulassenund werden die damit verbundenen Widersprüche mit der Zeit besser undintensiver verstehen. Starrheit löst sich im Fluss auf. Ein solcher Fluss aberkommt nur zwischen zwei Polen zustande. Wasser fließt von oben nachunten, der Strom fließt vom Minuspol zum Pluspol (entgegen der technisch16 | Die Spiellandschaft
15. festgelegten Stromrichtung), Wärme immer vom wärmeren zum kälterenPol. Alles, was fließen will, braucht eine Art von Spannung oder ein Ge-fälle. Betrachten wir unser Leben als Fluss: Wir müssen danach trachten,in den zu Fluss kommen und dürfen nicht alles künstlich aufstauen. Wirmüssen unseren Fluss rein halten. Zunächst aber muss er fließen.Im Alltag nimmt die Polarität ein anderes Gesicht an. Sie versteckt sichhinter der Maske der Möglichkeiten. Je lebendiger wir sind, desto mehrMöglichkeiten finden wir vor, unser Leben zu gestalten. Möglichkeiten ver-binden uns mit dem Leben, wir werden handlungsfähig und können unse-ren freien Willen einsetzen.Das Problem, das wir täglich wiederholt lösen müssen, um unser Leben zuverbessern, heißt: Entscheidungen treffen. Das Leben wird zu einer schierendlosen Kette von Entscheidungen. Kleine, große, wichtige und unwich-tige Entscheidungen. Leben heißt nach Sir Karl R. Popper auch Problem-lösen. Wir sind immer auf der Suche nach einer besseren Welt.1.3 Die Batterie des LebensKennen Sie das? Sie fühlen sich so richtig ausgelaugt? Die Batterie ist leer?Geht bei unseren Autos der Treibstoff aus, so wissen wir immer den Weg zurnächsten Tankstelle. Wenn unser Smartphone nach Energie ruft, ist immereine Steckdose in der Nähe. Wo aber finden wir die Tankstelle für unsereLebensenergie? Lassen Sie sich zur Tankstelle des Lebens führen. Jeder Wi-derspruch, wenn Sie ihn als das nehmen, was er wirklich ist, kann Sie mitEnergie aufladen. Aber jedes Aufladen braucht Zeit. Wir müssen zwischenden Polen innehalten, die Polarität auskosten, die Widersprüche spürenund wirken lassen, bevor wir eine Entscheidung treffen. Die Spiellandschaft | 17
16. Lassen Sie uns das Bild eines Staudamms verwenden. Unser Fluss des Le-bens wird beizeiten durch verschiedene Ereignisse aufgestaut. Es entstehtSpannung und der Druck steigt stetig an. Je mehr Wasser wir aufstauen,desto wuchtiger und stärker wird sich der Fluss des Lebens seinen Wegbahnen. Die ausstehende Entscheidung ist immer die Staumauer, die Ent-scheidung selbst ist der Startknopf, die Dämme zu öffnen. Entscheiden wirzu früh, wird sich der Fluss des Lebens nicht bahnbrechend entwickeln.Entscheiden wir zu spät, halten wir dem Druck nicht stand und die Dämmebersten, ohne dass wir eine bewusste Entscheidung getroffen hätten. Dannwerden wir zum Spielball des Lebens. Warten wir lange genug, aber nichtzu lange, dann wird sich der Fluss des Lebens mit ganzer Kraft entfaltenund uns auf unserem Entwicklungsweg positiv dahintragen.1.4 Der Fluss des LebensDas Leben ist ein Wechselspiel aus Sein und Werden. Manchmal halten wirinne, laden uns zwischen den Polen neu auf, ergeben uns dem Sein, dannwieder geben wir uns dem Fluss hin, entwickeln uns weiter und ergebenuns dem Werden. Wenn sich durch wichtige Entscheidungen unsere ge-wohnte Welt auf den Kopf stellt und sich allzu vieles zu verändern beginnt,dann ziehen wir oft die Notbremse und stauen wieder alles auf. Jede Mauerist uns recht, wenn sie den Fluss des Lebens bremst, denn Veränderungmacht Angst. Wir fließen in unbekannten Flussläufen und wissen nicht,welche Unwägbarkeiten vor uns liegen.Damit Veränderung ein leichteres Spiel wird, binden wir das Veränderungs-spiel in unser inneres Spiel ein. Wir zeigen Ihnen einen spielerischen Zu-gang zur Veränderung. Wenn schon alles unbekannt scheint, was vor unsliegt, dann sollte wenigstens die Veränderung selbst ein bekanntes Bildabwerfen. Machen wir also Veränderung für uns zu einem gewohnten Mus-ter. Wenn uns das gelingt, können wir uns mit mehr Sicherheit auf Verän-derungen einlassen, denn Gewohnheiten funktionieren trotz schwieriger18 | Die Spiellandschaft
17. Situationen recht gut, auch wenn der rationale Geist durch Stress oderAngst blockiert ist.Der Weg der Veränderung ist ein Fluss entlang einer liegenden Acht. Sobaldwir die Muster der Veränderung erkennen, kann das durchaus Spaß machen– und zum Spiel werden. Wir müssen nur unsere Angst überwinden.1.5 Die vier neuen SpielregelnSpiel, Satz, Sieg. Das ist ein altes Spiel. »Ober sticht unter« ist ein nochälteres Spiel. »Geld regiert die Welt« ebenso. Das alles funktioniert heutenicht mehr wirklich gut. Jedenfalls nicht mehr gut genug für die Mehrheitder Menschen. Wir kennen viele dieser alten Spiele. Es sind die Spiele derMacht, der Hierarchie, es sind die Spiele des Wettbewerbs – »survival of thefittest« – es sind die Spiele um »richtig oder falsch«. Wir, die wir im westli-chen Kulturkreis leben, haben unser Spiel fast zu Ende gespielt. Wir habenzweifellos sehr erfolgreich gespielt. Kaum ein Land auf Erden möchte nichtin dieses Spiel einsteigen und mitspielen. Es ist aber ein Spiel, das nurwenige gewinnen können, und daher bleiben allzu viele als Verlierer übrig.Wir haben so oft und so lange gewonnen, bis wir zu glauben begannen, eskönne ewig so weitergehen. Dabei haben wir übersehen, wie viele Verliererwir geschaffen haben. Nur der verklärte Blick kann überall Gewinner ent-decken. Das ist das wirklich große Spiel, das soeben beginnt, sich selbstinfrage zu stellen.Es sind nur vier Spielregeln, die wir zu Beginn vorstellen möchten. Ihrevolle Bedeutung wird sich erst im Laufe des Lesens schrittweise eröffnen.Wir nehmen aber vorweg: In diesem Spiel geht es nicht darum, zu gewin-nen. Es geht um einen Erfolg für alle. Das Leben bietet viel mehr Möglich-keiten als den Sieg. Wenn Sie nur auf einen persönlichen Sieg aus sind,dann gibt es andere Bücher, die Sie lesen sollten. Die Spiellandschaft | 19
18. Die vier neuen Spielregeln Regel 1: Neues Denken – beobachte zuerst immer das größere Spiel Du bist mit Deinem Spiel immer Teil eines größeren Spiels. Blicke zuerst nach oben und mache Dir ein Bild, was gespielt wird. Das Spiel über Dir gibt Orien- tierung, es zeigt Möglichkeiten, aber es schränkt auch ein. Es fließt immer der kleinere Fluss in den größeren. Seine Wasser werden zum Strom des Ganzen. Regel 2: Neue Haltung – setze die Bewertungen aus Das Leben konfrontiert uns mit unterschiedlichen Situationen. Ob etwas gut oder schlecht für uns oder andere ist, können wir – im Augenblick eines Ge- schehens – nicht sinnvoll entscheiden. Spiele Dein Spiel zunächst einmal ohne zu werten. Verzichte auf den Anspruch zu wissen, etwas sei richtig oder falsch, gut oder schlecht. Regel 3: Neues Tun – entscheide nicht gleich, initiiere einen Prozess und kommuniziere Die wesentlichen Entscheidungen im Leben – immer, wenn es um etwas wirklich Wichtiges geht – sind eigentlich nicht entscheidbar. Statt voreilig zu entschei- den, initiiere lieber einen Entscheidungsprozess. Nur ein solcher Prozess kann der Komplexität des Lebens gerecht werden. Sobald mehrere Spieler am Feld sind, braucht es eine gute Kommunikation, um gemeinsame Wirklichkeiten zu erzeugen. Regel 4: Neue Erkenntnis – halte inne, bis alle gelernt haben Die Entwicklung besteht immer aus vielen kleinen Entwicklungsschritten. Nach jedem Schritt halte kurz inne und schaue, was Du gelernt hast. Wenn mehrere Menschen in diesem Spiel mitspielen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass alle aus der Entwicklung gelernt haben. Mache erst dann den nächsten Zug.Diese Spielregeln klingen sehr einfach. Sie sind es auch. Sie bilden die Ba-sis eines Spiels, das die Komplexität des Lebens in sich aufnehmen kann.Lassen Sie sich nun auf das innere Spiel zwischen den Polen und mittenim Fluss ein.20 | Die Spiellandschaft
19. Obendrein ist das auch eine neue Regel: Du kannst neue Regeln erfinden.Diese vier Regeln sind eine Basisausstattung. Doch das Spiel entwickeltsich während des Spielens weiter. Eine neue Regel, die Du in das Spiel ein-bringst, erzeugt eine Wirkung und verändert das Spiel. Im besten Fall wirdeine gute neue Regel neue Ordnungen erzeugen. Dazu sind Regeln da. Sieerzeugen Ordnung, wo Chaos herrscht. Dabei ist das Prinzip »Ordnungs-muster« zu beachten, das aus dem alten Spiel erst ein neues Spiel macht.Achte darauf, ob die neue Regel für mehr Lebendigkeit sorgt. Die Spiellandschaft | 21
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